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22.04.2016

00:31 Uhr

Börse New York

Wall Street legt nach Kursrally Atempause ein

Die US-Börsen liefen in den letzten Tagen prächtig, nicht zuletzt dank solider Unternehmensberichte. Am Donnerstag allerdings traten Anleger wieder auf die Bremse. Grund dafür waren Preisrückgänge an den Ölmärkten.

Erst mal verschnaufen. Reuters

Händler in New York

Erst mal verschnaufen.

New YorkAn den US-Börsen haben die Investoren am Donnerstag nach den jüngsten Kursgewinnen auf die Bremse getreten. Einmal mehr stand die Wall Street unter dem Einfluss der Ölmärkte, wo die Preise wieder etwas nachgaben. Hinzu kamen erneut durchwachsene Quartalsberichte.

„Der Markt ist einzig darauf konzentriert, die alten Höchststände vom Mai vergangenen Jahres wieder zu erreichen“, sagte Aktienstratege Sam Stovall vom Analysehaus S&P Global Market Intelligence. „Aktuell macht er wohl nur eine kleine Atempause, weil er in kurzer Zeit deutlich zugelegt hat.“

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,6 Prozent schwächer aus dem Handel mit rund 17.983 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,5 Prozent auf 2091 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,1 Prozent auf knapp 4946 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,1 Prozent höher bei 10.436 Punkten.

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Zahlreiche Aktien wurden durch die Berichtssaison nach unten getrieben, nur wenige erhielten positive Impulse. So fielen die Aktien von Travelers mit minus 6,05 Prozent an das Ende des Dow. Hagelstürme in Texas hatten bei dem Schadenversicherer im ersten Quartal eine überraschend deutliche Gewinndelle hinterlassen.

Die Aktie von General Motors zählte mit einem Plus von 1,5 Prozent auch zu den Gewinnern. Der größte US-Autobauer erreichte mit seiner Tochter Opel im ersten Quartal in Europa die Gewinnschwelle und konnte dank florierender Geschäfte in Nordamerika das Konzernergebnis auf zwei Milliarden Dollar mehr als verdoppeln.

Für American Express ging es 0,9 Prozent aufwärts. Der Kreditkartenanbieter steigerte erstmals seit fünf Quartalen die Einnahmen.

Ein Minus von 3,32 Prozent stand bei Verizon zu Buche, nachdem der Telekomkonzern seine Zahlen vorgelegt und einen Ausblick auf das laufende zweite Quartal gegeben hatte. Vor allem letzteres kam nicht gut an, denn wegen eines tarifbedingten Streiks von rund 39 000 Beschäftigten warnte Verizon vor möglichen Ergebnisbelastungen.

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Um 0,8 Prozent nach unten ging es dagegen für Qualcomm. Der Chiphersteller enttäuschte die Anleger mit seiner Gewinnprognose. Die Aktien des Barbie-Puppen-Herstellers Mattel verloren sogar 5,8 Prozent. Der Quartalsverlust fiel höher aus als erwartet.

An der Nasdaq standen zudem die Papiere von Mattel und Viacom im Fokus. Der Barbie-Hersteller war zu Jahresbeginn tiefer in die roten Zahlen gerutscht, weshalb die Mattel-Aktien mit einem Verlust von 5,78 Prozent abgestraft wurden. Viacom sprangen dagegen mit einem Plus von fast 14 Prozent an die Spitze des Nasdaq 100. Der Medienkonzern hatte mit dem Fernsehsatellitenbetreiber Dish Network einen Mehrjahresvertrag abgeschlossen, der es Viacom erlaubt, die eigenen Programminhalte weiterhin über Dish anzubieten. Dessen Aktienkurs legte um 1,43 Prozent zu.

An der New Yorker Börse wechselten rund 1,01 Milliarden Aktien den Besitzer. 1094 Werte legten zu, 1901 gaben nach und 158 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1.7 Milliarden Aktien 1311 im Plus, 1493 im Minus und 170 unverändert.

An den US-Kreditmärkten hielten sich die Anleger zurück. Vor dem US-Notenbank-Treffen kommende Woche herrsche Vorsicht, sagte Rentenhändler Gary Pollack von Deutsche Bank Private Wealth Management. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 97-26/32. Sie rentierten mit 1,87 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 20/32 auf 96-3/32 und hatten eine Rendite von 2,69 Prozent.

Von

rtr

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