Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2012

22:17 Uhr

Börse New York

Wall Street ohne große Veränderungen

Die New Yorker Börsen traten am Dienstag auf der Stelle. Die schwachen Zahlen des US-Einzelhandels und die erneute Herunterstufung von sechs Euro-Staaten ließ die Wall Street praktisch unverändert schließen.

Die neuesten Nachrichten sprechen nicht für einen positiven Börsentag in New York. dpa

Die neuesten Nachrichten sprechen nicht für einen positiven Börsentag in New York.

New YorkEnttäuschende Konjunkturdaten haben die Wall Street am Dienstag belastet. Neben der Herunterstufung von sechs Euro-Staaten durch die Ratingagentur Moody's drückte der schwache US-Einzelhandel auf die Stimmung.

Die Bonitätswächter drohten zudem Frankreich, Österreich und Großbritannien mit dem Entzug der Bestnote. Außerdem setzten negative Nachrichten aus Griechenland den Aktienmärkten zu. Das krisengeschüttelte Euro-Land räumte Zweifel seiner internationalen Geldgeber an seinem Reformwillen nicht in der gesetzten Frist aus.

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker sagte überraschend ein für Mittwoch geplantes Treffen der Finanzminister ab und berief stattdessen eine Telefonkonferenz ein. Er habe von den griechischen Parteien nicht die geforderten Zusicherungen über die Umsetzung des Sparprogramms erhalten, erklärte Juncker am Dienstagabend.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 12.878 Punkten kaum verändert. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12.786 und 12.878 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,1 Prozent auf 1350 Punkte nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit 2931 Punkten unverändert aus dem Handel.

In Frankfurt schloss der deutsche Aktienindex DAX mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 6728 Punkten. Anleger nutzten die US-Daten auch, um Kasse zu machen. „Der Markt fällt nicht auseinander. Die Händler nehmen nur ein paar Gewinne mit“, sagte Ken Polcari von ICAP Equities in New York.

Der US-Einzelhandel startete mit einem Plus von 0,4 Prozent schwächer ins neue Jahr als von Analysten erwartet. Diese hatten mit einem Anstieg um 0,7 Prozent gerechnet. Im Dezember, auf den der größte Teil des wichtigen Weihnachtsgeschäftes fiel, stagnierten die Umsätze sogar.

Im Blickpunkt der Anleger stand erneut Apple. Der Konzern will einem Zeitungsbericht zufolge in der ersten Märzwoche eine neue Version des Verkaufsschlagers iPad vorstellen. Die Aktie war am Vortag erstmals auf über 500 Dollar geklettert. Sie legte 1,4 Prozent auf 509,46 Dollar zu.

Trotz roter Zahlen im vierten Quartal verteuerten sich die Aktien des Kosmetikherstellers Avon um 1,5 Prozent. Auf den Verkaufszetteln der Börsianer standen auch die Papiere der Bank of America, nachdem Citigroup die Aktien auf „neutral“ von „buy“ heruntergestuft hatte.

Die Aktien fielen 3,3 Prozent. Gegen den Markttrend sprangen die Anteilsscheine von Micron Technology um mehr als sechs Prozent in die Höhe. Die Aktie des Chipherstellers profitierte von positiven Analystenkommentaren.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 1088 Werte legten zu, 1888 gaben nach und 104 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,86 Milliarden Aktien 958 im Plus, 1557 im Minus und 98 unverändert.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×