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14.08.2015

22:24 Uhr

Börse New York

Wall Street rückt im ersten Gang vor

Starke Konjunkturdaten lassen die erste Erhöhung der Leitzinsen seit fast einer Dekade immer weiter näher rücken. Doch den Kursen tat das zum Wochenausklang am Freitag keinen Abbruch. Der Dow Jones schließt im Plus.

Die US-Produktion läuft. AFP

Henriquatre an der Wall Street

Die US-Produktion läuft.

New YorkÜberraschend starke US-Wirtschaftsdaten und die Einigung der Euro-Finanzminister auf ein drittes Hilfspaket für Griechenland haben der Wall Street am Freitag zu Gewinnen verholfen. Nach dem Parlament in Athen stimmte auch die Eurogruppe für eine Vereinbarung, mit der Griechenland im Gegenzug für Reformen bis zu 86 Milliarden Euro erhalten soll.

Auch Konjunkturdaten bewerteten die Börsianer als Ermutigung: So fuhren die US-Unternehmen im Juli ihre Produktion deutlich hoch und stellten 0,6 Prozent mehr her als im Vormonat. Zudem stiegen die Erzeugerpreise im Juli zum dritten Mal in Folge. Trotzdem gibt es wegen der gesunkenen Ölpreise und des stärkeren Dollars keinen Inflationsdruck.

Die Gewinne wurden allerdings von der Aussicht auf eine strengere Geldpolitik der US-Notenbank gebremst. Die meisten Händler und Analysten rechnen damit, dass die Fed im September erstmals seit fast einem Jahrzehnt die Leitzinsen erhöht.

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Der Dow-Jones-Index beendete den Tag mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 17.477 Punkte. Der S&P 500 legte ebenfalls um 0,4 Prozent auf 2091 Zähler zu, während das Plus beim Nasdaq-Index 0,3 Prozent auf 5048 Stellen betrug. Im Wochenvergleich gewann der Dow 0,6 Prozent, der S&P 0,7 Prozent und der Nasdaq 0,1 Prozent. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax am Freitag mit einem Tagesminus von 0,3 Prozent auf 10.985 Zähler aus dem Handel.

Bei den Branchen stand in New York der Einzelhandel im Mittelpunkt. Sowohl die Kaufhauskette J.C. Penney als auch der Edelmodehändler Nordstrom überzeugten mit ihren Bilanzen. Penney-Aktien stiegen um 5,6 Prozent und die von Nordstrom um 4,3 Prozent.

Gewinne gab es auch beim Elektroautobauer Tesla. Das Unternehmen braucht für die Entwicklung neuer Modelle und den Bau einer Riesenfabrik für Hochleistungsakkus Geld und will gut 640 Millionen Dollar über eine Kapitalerhöhung erlösen. Dennoch legte die Aktie um 0,3 Prozent zu. Ursprünglich sollte das Volumen 500 Millionen Dollar betragen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 2072 Werte legten zu, 962 gaben nach und 162 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,48 Milliarden Aktien 1697 im Plus, 1096 im Minus und 150 unverändert.

Der Anleihenmarkt stand ganz im Zeichen der erwarteten Kursänderung der Fed. Weil die Zinsen bald steigen könnten, trennten sich Investoren zumindest von kürzer laufenden Anleihen. So gaben die zehnjährigen Papiere um 2/32 auf 99-8/32. Sie hatten eine Rendite von 2,2 Prozent. Dagegen legten die 30-jährigen Bonds um 11/32 auf 100-22/32 zu und rentierten mit 2,84 Prozent.

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Von

rtr

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