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02.08.2014

00:08 Uhr

Börse New York

Wall Street rutscht nach Ausverkauf ins Minus

Auch am Freitag hielt die Diskussion um die Fed-Geldpolitik weiter an. Auch die Krisen in Argentinien und der Ukraine stimmten die Anleger vorsichtig. Die Wall Street verabschiedete sich mit einem Minus ins Wochenende.

Automaten der Firma Bally Technologies. Die Übernahme durch Scientific Games sorgt an der Wall Street für Kurssprünge. ap

Automaten der Firma Bally Technologies. Die Übernahme durch Scientific Games sorgt an der Wall Street für Kurssprünge.

New YorkAnleger haben am Freitag erneut Aktien aus ihren Depots geworfen. Händler machten unter anderem die Lage in Argentinien und geopolitische Spannungen - vor allem mit Russland dafür verantwortlich. Wenig Impulse kamen von den Daten zur US-Konjunktur.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,42 Prozent auf 16.493 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 16.437 und 16.561 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,29 Prozent auf 1925 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit minus 0,39 Prozent bei 4352 Stellen aus dem Handel. Auf Wochensicht verlor der Dow 2,8 Prozent, die Nasdaq 2,2 Prozent, der S&P-Index 2,7 Prozent. Der Dax in Frankfurt fiel um bis zu 2,4 Prozent auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief von 9185 Punkten und verabschiedete sich mit einem Minus von 2,1 Prozent bei 9210 Zählern ins Wochenende.

Wovor sich Anleger hüten sollten

Falsche Sicherheit

Fühlen sie sich nicht zu sicher - denn dieses Gefühl kommt immer vor bösen Überraschungen.

Rendite ohne Risiko

Es gibt keine Rendite ohne Risiko. Was man dagegen oft bekommt: Risiko ohne Rendite.

Zocken mit dem Sparschwein

Ersparnisse aus 35 Jahren harter Arbeit in eine Geldanlage zu stecken, die man nur 15 Minuten analysiert hat - böser Fehler.

Ungeduld

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Halbwissen

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Daytrading

Man hat keine Chance gegen den Zufall und Super-Computer, die innerhalb von Millisekunden mehr Entscheidungen treffen als ein Anleger in einem ganzen Leben.

Crashpropheten

Hören Sie besser nicht auf Menschen, die ständig vor dem Untergang warnen. Es soll Leute geben, die 128 der letzen zwei Crashs richtig vorhergesagt haben...

Großes Thema auf dem Börsenparkett war erneut die Geldpolitik der Fed. Eine eindeutige Antwort auf Frage, wann die US-Notenbank die Zinsen anheben wird, lieferten die am Nachmittag vorgelegten US-Daten nicht. Einem schwächer als erwartet ausgefallenem Stellenaufbau stand eine überraschend positive Stimmung der Einkaufsmanager aus der US-Industrie gegenüber.

Gegen den Trend legten an der Wall Street T-Mobile-US-Aktien um 1,45 Prozent zu. Neben dem US-Telefonkonzern Sprint umwirbt auch der französische Mobilfunker Iliad die US-Tochter der Deutschen Telekom. Einer der Spitzenreiter im Dow Jones war der Konsumgüter-Hersteller Procter & Gamble mit einem Kursplus von drei Prozent. Der Rivale von Henkel und Beiersdorf steigerte seinen Gewinn um 37 Prozent.

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

GoPro-Aktien brachen um mehr als 14 Prozent ein. Der Spezialist für tragbare Videokameras vervierfachte seinen Verlust wegen gestiegener Kosten im abgelaufenen Quartal.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 1146 Werte legten zu, 1905 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Milliarden Aktien 965 im Plus, 1727 im Minus und 115 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 99-31/32. Sie rentierten mit 2,505 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 12/32 auf 101-17/32 und hatten eine Rendite von 3,294 Prozent.

Von

rtr

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