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12.09.2012

22:37 Uhr

Börse New York

Wall Street schaut nach ESM-Urteil auf die Fed

Die Wall Street hat am Dienstag im Plus geschlossen. Das Karlruher ESM-Urteil hat den Börsen Auftrieb gegeben. Die Händler nehmen vor der Fed-Endscheidung jedoch Gewinne mit. Die Apple-Aktie legt zu.

Die Entscheidung um den ESM ist gefallen, nun warten die US-Händler auf die Beschlüsse der US-Notenbank Fed. dapd

Die Entscheidung um den ESM ist gefallen, nun warten die US-Händler auf die Beschlüsse der US-Notenbank Fed.

New YorkNach den Börsen in Europa hat das deutsche ESM-Urteil auch Händler an der Wall Street aufatmen lassen. Die wichtigsten Indizes schlossen im Plus, büßten durch Gewinnmitnahmen aber zum Handelsende einen Großteil der Aufschläge ein. Mit dem Urteil in Karlsruhe wechselte der Fokus auf dem Parkett auf die US-Notenbank Federal Reserve, die nach ihrer zweitägigen Zinssitzung am Donnerstag über ihre weiteren Kurs informieren wird. Anleger hoffen eine dritte Runde von Konjunkturhilfen. Auf Unternehmensseite profitieren Technologiewerte vom Branchenprimus Apple, der mit dem iPhone 5 auf einen erneuten Kassenschlager hofft.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 13.333 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 13.317 und 13.373 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1436 Zählern, einem Aufschlag von 0,2 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent und ging mit 3114 Punkten aus dem Handel. In Europa sahen Börsianer die Euro-Zone nach dem Urteil gestärkt und investierten in Euro und Aktien. Die Gemeinschaftswährung übersprang die Marke von 1,29 Dollar. Der deutsche Leitindex Dax erreichte zwischenzeitlich sogar den höchsten Stand seit 14 Monaten und ging mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 7343 Punkten aus dem Handel.

Die Verfassungsrichter in Karlsruhe hatten den Weg für den ESM und den EU-Fiskalpakt unter Auflagen freigemacht. Sie verlangten vor einer Ratifizierung völkerrechtlich sicherzustellen, dass die Haftungsgrenze von 190 Milliarden Euro nur mit Zustimmung des Bundestages erhöht werden kann. Leo Kelly von Hightower Advisors erklärte, das Urteil sei am Markt erwartet worden. "Bemerkenswerterweise ist aus Europa endlich etwas Handfestes gekommen", sagte Keith Bliss von Cuttone & Co. Er sprach von einem guten Urteil. Jetzt sei als nächstes die Fed an der Reihe.

Der Offenmarktausschuss der Fed berät am Mittwoch und Donnerstag, wie er geldpolitisch auf die hartnäckig hohe Arbeitslosigkeit in der weltgrößten Volkswirtschaft reagieren soll. Da die US-Zinsen schon bei null Prozent liegen, könnte erneut - zum dritten Mal - die Notenpresse per Anleihe-Käufe angeworfen werden. 60 Prozent der von Reuters befragten Analysten setzen auf ein neues Anleihenkaufprogramm ("QE3").

Bei den Einzelwerten standen Technologie-Unternehmen im Fokus. Apple stellte ein leichteres und dünneres iPhone vor, mit dem der Konzern im Kampf gegen seinen Konkurrenten Samsung punkten will. Einige Analysten gehen davon aus, dass der Konzern etwa acht Millionen Stück im vierten Quartal verkaufen und sogar das US-BIP um bis zu 0,5 Prozentpunkte anheben könnte. Apple-Titel schlossen 1,4 Prozent im Plus.

Auch Aktien des sozialen Online-Netzwerks Facebook waren gefragt. Firmengründer Mark Zuckerberg hatte am Dienstag in San Francisco Investoren um Geduld bei der Entwicklung von neuen Produkten gebeten. Das Unternehmen sei inmitten der Ausarbeitung neuer Werbemöglichkeiten. Facebook-Titel legten um 7,7 Prozent zu.

Abwärts ging es für Chesapeake mit einem Minus von rund einem Prozent. Das US-Energieunternehmen stößt Gasförderfelder und Pipelines im Wert von fast sieben Milliarden Dollar ab.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Arminius

12.09.2012, 19:06 Uhr

Ich vermisse die übliche braune, deutsch-nationale, giftige Attacken gegen den Euro und Draghi!
Wie? Sind sie alle krankgeschrieben wegen Bauchschmerzen?

Account gelöscht!

12.09.2012, 19:15 Uhr

Können Sie haben; wenn auch nicht in Braun :-)
Denken Sie kurz nach. Die Wallstreet steigt weil...
Die Europäer sich in die maximal größte Scheiße hineingeritten haben. Freie Fahrt für Gods own Capitalism.

Mauserspeck

12.09.2012, 21:45 Uhr

"Die Märkte brauchen neuen Treibstoff" !
Das Spielkasino bleibt wohl sonst geschlossen.
Es soll tatsächlich Leute geben, die den Kauf von
Aktien empfehlen. Hoffentlich reicht der Treibstoff
solange, bis diese Aktienpromoter ihre Bestände ver-
kauft haben. Es wird wohl auch diesmal wieder gelingen.

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