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02.02.2015

23:35 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt deutlich im Plus

Schwache Konjunkturdaten belasten die US-Börsen: Die Industrie verliert zunehmend an Schwung. Doch der Ölpreis schürt Hoffnung, Energietitel legen zu - und ziehen die Stimmung der Anleger mit.

Die US-Anleger zeigen sich skeptisch angesichts enttäuschender Konjunkturdaten. dpa

Börse New York

Die US-Anleger zeigen sich skeptisch angesichts enttäuschender Konjunkturdaten.

New YorkEin Anziehen des Öl-Preises hat der Wall Street zum Wochenauftakt Auftrieb gegeben. Allerdings wurden die Kursgewinne am Montag durch enttäuschende Konjunkturdaten begrenzt.

Anleger verdauten in einer volatilen Sitzung eine Reihe von Zahlen, die auf eine Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds hindeuteten. So verlor die Industrie im Januar an Schwung, wie der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) zeigt. Er ging deutlicher zurück als erwartet. Zudem sanken die Konsumausgaben im Dezember mit einem Minus von 0,3 Prozent stärker als von Analysten erwartet.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 17.361 Punkten 1,1 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.037 und 17.367 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2020 Zählern 1,3 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,9 Prozent und schloss bei 4676 Punkten. In Frankfurt ging der Dax 1,3 Prozent höher auf einem Rekordhoch von 10.828,01 Punkten aus dem Handel.

DWS-Prognose: Konjunktur

Weltwirtschaft: Solides Wachstum

Nach Ansicht der Experten der DWS ist die Weltwirtschaft auf einem guten Weg. 2014 sollte zu einem soliden Jahr für die Anleger an den internationalen Finanzmärkten werden. „Die Bäume wachsen, aber sie wachsen nicht in den Himmel“, sagte Asoka Wöhrmann, Chefstratege und Geschäftsführer der Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH.

Europa: Auf Erholungskurs

Im vergangenen Jahr habe der Patient Europa die Intensivstation verlassen, nun sei er endgültig auf dem Wege der Besserung - vor allem dank der Wirtschaftserholung in Südeuropa.

EU-Konjunktur: Kaum Inflation

Deswegen dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum 2014 um 0,7 Prozent wachsen, so Wöhrmann. „Die Inflation dürfte niedrig bleiben, die Gefahr einer Deflation besteht nicht“, so der Chefstratege.

Deutschland: Keine Blase

„Eine Blase sehe ich nicht – nicht bei deutschen Aktien und auch nicht an den deutschen Immobilienmärkten“, sagte Wöhrmann. Die DWS empfiehlt den Anlegern für das kommende Jahr, ein Schwergewicht auf Aktien zu legen.

USA: Positiver Ausblick

Die Dynamik für höheres Wachstum weltweit dürfte im kommenden Jahr von den entwickelten Volkswirtschaften ausgehen, allen voran von den USA. Steht Amerika sich nicht durch einen Shutdown selbst im Weg, dürfte es den moderaten Wachstumskurs beibehalten.

Asien: Japan gewinnt

Japan wird eine größere Rolle als in den vergangenen Jahren spielen: Hier stehen die Strukturreformen der dritten Phase des Premierministers Shinzo Abe (Abenomics) im Kampf gegen die Deflation auf dem Programm.

China: Positive Impulse

Auch China wird mit einem Wachstum von 7,5 Prozent weiterhin für einen positiven Impuls für das globale Wachstum sorgen.

Der Preis für ein Barrel US-Öl legte um etwa 2,8 Prozent auf 49,57 Dollar zu. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich sogar um 3,3 Prozent auf 54,75 Dollar. Offenbar sei die Talsohle des Preises durchschritten worden, sagte Peter Jankovskis von OakBrook Investments. Es sei im Moment sehr schwer, eine Richtung zu erkennen.

In New York wurde der Aktienmarkt durch Kursgewinne der Energiewerte gestützt, die im Schnitt drei Prozent anzogen. Auslöser war neben einer Erholung des Ölpreises der Quartalsbericht des Ölriesen Exxon Mobil. Dessen Gewinn brach zwar um 21 Prozent ein. Sondereffekte sorgten aber dafür, dass das Ergebnis höher ausfiel als erwartet. Der Exxon-Kurs stieg um 2,4 Prozent.

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