Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.06.2012

22:20 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt deutlich im Plus

Die Euro-Schuldenkrise sorgt für Nervosität unter Anlegern. Dennoch legen die maßgeblichen US-Indizes deutlich zu - die Meldungen über mögliche Notoperationen der Zentralbanken verpassten den Kursen einen Extra-Schub.

Händler an NYSE: Die Euro-Schuldenkrise sorgt auch jenseits des Atlantiks für eine hohe Nervosität an den Märkten. dapd

Händler an NYSE: Die Euro-Schuldenkrise sorgt auch jenseits des Atlantiks für eine hohe Nervosität an den Märkten.

New YorkWenige Tage vor der entscheidenden Parlamentswahl in Griechenland haben die US-Börsen zu einer Rally angesetzt. Antrieb erhielten die Kurse durch eine Reuters-Meldung, wonach die wichtigsten Notenbanken der Welt für eine koordinierte Aktion bereitstehen, sollte das Ergebnis der Parlamentswahl in Griechenland zu Kursturbulenzen führen. Andrew Wilkinson von Miller Tabak & Co in New York sagte, zudem spekulierten Anleger auf einen Sieg der Konservativen. Investoren setzten damit in einem sprunghaften Handel auf einen Verbleib des Landes im Euro, sollte sich die grundsätzlich reformwillige Neue Demokratie durchsetzen. Von schwachen Konjunkturdaten zeigte sich die Wall Street weitgehend unbeeindruckt. Die Herabstufung Spaniens belastete jedoch die Kauflaune der Anleger - viele hielten sich zurück.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zuletzt mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 12.651 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.497 und 12.698 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1329 Punkten, einem Aufschlag von 1,1 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent und ging mit 2836 Punkten aus dem Handel. Der Dax in Frankfurt verlor 0,2 Prozent auf 6138 Zähler.#

Griechenland-Wahl: Zentralbanken bereiten sich auf Notoperation vor

Griechenland-Wahl

Zentralbanken bereiten Notoperation vor

Sollte es zu Kursturbulenzen kommen, wollen die Banken sofort reagieren.

Von der Konjunkturfront erhielt der Markt keine Unterstützung. Rund 386.000 Amerikaner stellten in der vorigen Woche einen neuen Antrag auf Arbeitslosenhilfe und damit 6000 mehr als zuvor. Von Reuters befragte Experten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 375.000 gerechnet.

Besonders im Fokus standen die in New York notierten Nokia -Aktien. Die Papiere des finnischen Handyriesen, der derzeit mit Stellenabbau und Restrukturierung gegen den kompletten Absturz kämpft, stürzten mehr als 15 Prozent ab. Nokia streicht ein Fünftel seiner Belegschaft.

Ein kräftiges Minus musste mit 5,6 Prozent auch der einstige Internet-Star AOL hinnehmen. Aktionäre hatten die acht Mitglieder des Direktoriums wiedergewählt und so dem Hedgefonds Starboard Value eine Niederlage beschert. Der Investor wollte drei Mitglieder aus dem Führungsgremium verdrängen.

Im Plus mit sechs Prozent lagen hingegen die Anteilsscheine der US-Supermarktkette Kroger. Börsianer zeigten sich mit den vorgelegten Quartalszahlen zufrieden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 2129 Werte legten zu, 898 gaben nach und 99 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1.62 Milliarden Aktien 1731 im Plus, 734 im Minus und 125 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

so_what

14.06.2012, 22:14 Uhr

Der Grund für den Anstieg:

"Marktgerücht: Zentralbanken bereiten sich auf eine koordinierte globale Aktion im Falle eines Grexit vor

Der Dow Jones springt zwischenzeitlich um bis zu 120 Punkte an, nachdem die Zentralbanken eine koordinierte Aktion im Falle eines Grexit in Aussicht gestellt haben.

Die anfängliche Euphorie über die Aussagen von G20-Seite verfliegt wieder, nachdem die Notenbanken nur ihre grundsätzliche Bereitschaft zu koordiniertem Handeln in Aussicht gestellt haben.
Der Dow Jones gibt aktuell rund 50% seiner anfänglichen Gewinne wieder ab
.
Die EZB ist zu keinem Kommentar bezüglich möglichen Interventionen bereit

Floor Talk: Die Aussagen bezüglich möglichen Notenbankinterventionen im Falle von Marktverwerfungen durch die anstehenden Wahlen in Europa und Ägypten sind eigentlich No-News.
Bei den heftigen Anstiegen handelte es sich wohl um einen kleinen Short-Squeeze."

Morgen ist großer Verfallstag an den Börsen!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×