Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.05.2016

00:19 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt fester

Die Aussicht auf eine robuste Wirtschaftsentwicklung hat der Wall Street zum Wochenschluss zu Kursgewinnen verholfen. Auslöser war ein Auftritt von US-Notenbankchefin Janet Yellen.

Wenn Fed-Chefin Janet Yellen spricht, gilt alle Aufmerksamkeit ihr. dpa

„Du bist jetzt ganz ruhig!“

Wenn Fed-Chefin Janet Yellen spricht, gilt alle Aufmerksamkeit ihr.

New YorkEine Anhebung der Zinsen sei wahrscheinlich "in den kommenden Monaten angemessen", sagte Notenbankchefin Janet Yellen. Normalerweise kommen höhere Zinsen an der Börse nicht gut an, weil sie die Firmengewinne schmälern. Aber viele Investoren sehen eine geldpolitische Straffung derzeit vor allem positiv, weil sie Ausdruck eines gestärkten Vertrauens in die Wirtschaft sei.

Die verbesserten Konjunkturaussichten machten eine Zinserhöhung im Juni oder Juli wahrscheinlich, sagte Portfoliomanager Paul Springmeyer von U.S. Bank. In den ersten drei Monaten des Jahres legte das Bruttoinlandsprodukt aufs Jahr hochgerechnet nur um 0,8 Prozent zu. Es ist das schwächste Wachstum seit dem ersten Quartal 2015.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging knapp 0,3 Prozent höher mit 17.873 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,4 Prozent auf 2099 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,7 Prozent auf fast 4934 Stellen. In der abgelaufenen Woche zog der Dow 2,1 Prozent an, der S&P-500 2,3 Prozent und der Nasdaq 3,4 Prozent. In Frankfurt schloss der Dax am Freitag 0,1 Prozent höher bei 10.286 Punkten.

Im Bann der Politik: Warum den Börsen ein heißer Juni bevorsteht

Im Bann der Politik

Premium Warum den Börsen ein heißer Juni bevorsteht

Vermögensmanager, Volkswirte und EZB rechnen mit Kurseinbrüchen. Profis sorgen bereits vor – und ziehen Milliarden ab.

An der Wall Street schossen die Aktien des kanadischen Pharmakonzerns Valeant 5,5 Prozent in die Höhe. Insidern zufolge wies das Unternehmen eine gemeinsame milliardenschwere Übernahmeofferte vom japanischen Konkurrenten Takeda Pharmaceutical und dem Finanzinvestor TPG Capital Management zurück. Der Kurs des Mobilfunkriesen Verizon stieg um 0,9 Prozent. Zuvor hatte sich das Management mit Gewerkschaften auf eine vorläufige Vereinbarung zur Beendigung eines mehrwöchigen Streiks geeinigt.

GameStop -Anteilsscheine brachen dagegen um 3,9 Prozent ein, nachdem die Einzelhandelskette für Computerspiele und Unterhaltungssoftware einen unerwartet niedrigen Gewinn für das laufende Quartal prognostiziert hatte. Palo-Alto -Papiere sackten um 12,4 Prozent ab. Der Netzwerk-Dienstleister hatte für das abgelaufene Quartal einen überraschend hohen Verlust ausgewiesen.

Instrument Optionsscheine: Wie (ängstliche) Anleger ihr Depot absichern können

Instrument Optionsscheine

Premium Wie (ängstliche) Anleger ihr Depot absichern können

Mit speziellen Finanzinstrumenten können Anleger ihr Depot gegen mögliche Börsenschocks absichern. Drei Prozent kostet derzeit der Vollkaskoschutz für ein Portfolio, das den Dax abbildet.

An der New Yorker Börse wechselten rund 840 Millionen Aktien den Besitzer. 2034 Werte legten zu, 974 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,49 Milliarden Aktien 1905 im Plus, 896 im Minus und 181 unverändert.

An den US-Kreditmärkten lagen die Kurse nach Yellens Äußerungen im Minus. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 8/32 auf 97-30/32. Sie rentierten mit 1,85 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 14/32 auf 96-29/32 und hatten eine Rendite von 2,65 Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×