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03.06.2013

22:17 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt fester

Nachdem es am Freitag kräftig bergab ging, befindet sich die Wall Street zu Wochenbeginn auf Erholungskurs. Schnäppchenjäger schlagen zu. Apple-Aktien geraten dagegen unter Druck, weil ein Großaktionär weiter aussteigt.

Apple

Apple-Aktien gerieten unter Druck, nachdem ein Großaktionär ausgestiegen ist

New YorkDie US-Börsen haben zum Wochenauftakt zugelegt. Dabei lagen die Indizes lange Zeit im Minus, nachdem aktuelle Konjunkturdaten unerwartet schwach ausgefallen waren. Im späten Handel drehten die Kurse aber deutlich ins Plus. Händler führten das darauf zurück, dass sich die Einschätzung breit machte, dass die mauen Daten dazu beitragen könnten, dass die US-Notenbank Fed ihre ultralockere Geldpolitik noch eine Weile beibehalten könnte. Das würde die Kurse stützen, weil dann weiterhin frisches Geld zu günstigen Konditionen im Markt ist

Die US-Börsen liegen wegen des billigen Geldes bereits auf Rekordniveau. Seit Wochen wird aber darüber spekuliert, wie lange die Fed ihren Kurs noch beibehalten wird, Im Laufe der Woche werden auch US-Arbeitsmarktzahlen und das Beige Book der Fed erwartet, wovon sich Händler weitere Hinweise auf den Fed-Kurs erwarten.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,9 Prozent fester mit 15.254 Punkten Auf dem höchsten Stand des Tages. Im Verlauf war er bis auf 15.123 Punkte abgesackt. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,6 Prozent auf 1640 Zähler, die Technologiebörse Nasdaq um 0,3 Prozent auf 3465 Stellen. In Frankfurt war der Dax mit einem Abschlag von 0,8 Prozent auf 8285 Punkten aus dem Handel gegangen.

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie sank im Mai auf 49 Punkte nach 50,7 im April. Damit lag er unter der Wachstumsschwelle. Analysten hatten mit einem besseren Wert gerechnet. Am Devisenmarkt interpretierten Anleger den Rückgang als Hinweis darauf, dass die US-Notenbank Fed ihre lockere Geldpolitik erst einmal fortsetzen wird.

Das sehr ernüchternde Stimmungsbild in den Unternehmen eigne sich dazu, die Diskussion über eine Begrenzung des Fed-Anleihenkaufprogramms zu dämpfen, erklärte Postbank-Analyst Heinrich Bayer. "Wichtiger noch dürfte aber in dieser Hinsicht der US-Arbeitsmarktbericht für Mai sein, der am Freitag veröffentlicht wird, da eine weitere Reduzierung der Arbeitslosigkeit auf der Prioritätenliste der Fed ganz oben steht." Am Mittwoch steht das Beige Book der Notenbank im Fokus.

Am Montag wurden auch US-Bauausgaben vorgelegt. Sie stiegen im April mit 0,4 Prozent weniger stark als gedacht: Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet.

Bei den Einzelwerten gehörte Merck & Co zu den größten Gewinnern mit einem plus von 3,7 Prozent. Die Aktien des US-Pharmariesen profitierten von erfolgreichen Ergebnissen einer klinischen Studie für ein neues Hautkrebsmedikament.

Intel-Aktien stiegen um vier Prozent. Der Elektronik-Gigant Samsung verkauft erstmals einige seiner Android-Tablets mit einem Intel-Prozessor. Für Intel ist das ein wichtiger Schritt, sich stärker im Bereich mobiler Geräte zu etablieren. Der US-Konzern hat den Trend zu Smartphones und Tablet-PCs vergleichsweise spät erkannt.

Um 0,8 Prozent nach unten ging es indes mit Aktien der Bank of America. Am Montag begannen die Gerichtsverhandlungen über eine milliardenschwere Einigung des Geldhauses mit Investoren. Sollte die zuständige Richterin den Vorschlag ablehnen, drohen auf Jahre hinaus Prozesse.

Zwölf Prozent verloren die Papiere von Zynga. Der Internet-Spieleentwickler zieht die Konsequenzen aus einem massiven Kundenschwund und baut rund 520 Stellen ab, was knapp 20 Prozent der Belegschaft entspricht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,88 Milliarden Aktien den Besitzer. 1374 Werte legten zu, 1667 gaben nach und 74 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Milliarden Aktien 1457 im Plus, 1018 im Minus und 96 unverändert.

Von

rtr

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