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30.04.2012

22:52 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt im Minus

Angesichts der Rezession in Spanien scheint den US-Anlegern der Mut abhanden gekommen zu sein. Auch die eigenen Konjunkturdaten konnten das Ruder nicht herumreißen. Für Furore sorgte Barnes & Noble.

An der New Yorker Börse wird eine Verschnaufpause eingelegt. dapd

An der New Yorker Börse wird eine Verschnaufpause eingelegt.

New YorkDie US-Börsen haben zum Wochenauftakt eine Verschnaufpause eingelegt. Nach vier Handelstagen mit Aufschlägen notierte die Wall Street am Montag leichter. Die Händler quittierten Spaniens Rückfall in die Rezession mit Vorsicht. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone ist im ersten Quartal um 0,3 Prozent geschrumpft und muss sich wegen des Schuldenabbaus auch in den nächsten Monaten auf einen anhaltenden Rückgang ihres Bruttoinlandsprodukts einstellen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 13.213 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 13.176 und 13.228 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,4 Prozent auf 1397 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,7 Prozent auf 3046 Stellen ab. In Frankfurt ging der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 6761 Punkten aus dem Handel.

Für Furore sorgte die Buchhandelskette Barnes & Noble, die den Großkonzern Microsoft als Mitstreiter für ihr e-Book-Geschäft gewinnen konnte. Die beiden gründen dafür ein gemeinsames Tochterunternehmen, an dem sich Microsoft mit 300 Millionen Dollar beteiligt. Barnes-&-Noble-Aktien sprangen 52 Prozent in die Höhe.

Microsoft-Papiere traten indes auf der Stelle. Die NYSE Euronext selbst konnte mit ihrer Quartalsbilanz nicht überzeugen. Ein schwacher Parketthandel und die gescheiterte Fusion mit der Deutschen Börse brockten dem Börsenbetreiber einen Gewinneinbruch ein. Der Anteilsschein wurde fast fünf Prozent im Minus gehandelt.

Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien der irischen Pharmafirma Warner Chilcott. Das Unternehmen stellt sich zum Verkauf. Die Firma prüfe mehrere strategischen Optionen, um den Wert des Unternehmens für seine Aktionäre zu steigern, teilte der in Dublin ansässige Arzneimittelhersteller mit. Dazu gehörten auch Gespräche mit möglichen Kaufinteressenten. Die Verhandlungen seien aber noch im Anfangsstadium. Sie könnten zu einer Offerte für das Unternehmen führen oder auch nicht. Die an der US-Börse Nasdaq notierte Aktie sprang 16 Prozent in die Höhe.

Ebenfalls gefragt waren die Anteilsscheine von Sunoco mit einem Plus von gut 20 Prozent. Der Erdöl- und -gaskonzern dürfte einen neuen Besitzer bekommen. Der Pipeline-Betreiber Energy Transfer Partners bietet rund 5,3 Milliarden Dollar.

Der US-Medizingeräte-Hersteller Hologic will sich mit einer milliardenschweren Übernahme im Bereich von Labortests verstärken. Hologic erwirbt nach eigenen Angaben das ebenfalls in den USA ansässige Unternehmen Gen-Probe für 3,75 Milliarden Dollar. Die Aktien von Gen-Probe kletterten an der Nasdaq um knapp 19 Prozent. Hologic-Papiere brachen dagegen um rund zehn Prozent ein.

Von der US-Konjunkturfront kamen keine positiven Impulse. Die Amerikaner legen mehr Geld auf die hohe Kante, wie die Daten des Handelsministeriums ergaben. Ihre Einkommen stiegen im März um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, die Konsumausgaben legten mit 0,3 Prozent etwas langsamer zu. Dadurch kletterte die Sparquote auf 3,8 Prozent. „Das ist in Ordnung, aber nicht beeindruckend“, sagte Todd Schoenberger von Blackbay Group in New York.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 1176 Werte legten zu, 1824 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,6 Milliarden Aktien 852 im Plus, 1678 im Minus und 97 unverändert.

Von

rtr

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