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05.09.2012

22:40 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt kaum verändert

Die schwächelnde US-Konjunktur und die bevorstehende Sitzung der Europäischen Zentralbank hält die US-Anleger von den Aktienmärkten fern. Gute Stimmung verbreitete Facebook. Die Aktie ging um 4,8 Prozent nach oben.

Ein US-Börsianer auf dem New Yorker Handelsparkett. AFP

Ein US-Börsianer auf dem New Yorker Handelsparkett.

New YorkVor der mit Spannung erwarteten Ratssitzung der EZB haben die Händler an den US-Aktienmärkten wenig Handlungsbereitschaft gezeigt: Die Wall Street schloss am Mittwoch kaum verändert, nachdem die Hoffnung auf ein umfassendes Anleihekaufprogramm der Notenbank zunächst etwas Auftrieb gegeben hatte. Auf die Stimmung drückte eine Gewinnwarnung des US-Paketdienstes Fedex. Facebook -Titel erholten sich deutlich.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert mit 13.047 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 13.095 und 13.018 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 zeigte sich mit einem Rückgang von knapp 0,1 Prozent bei 1403 Zählern leicht negativ, wie auch der Index der Technologiebörse Nasdaq mit einem Minus von knapp 0,2 Prozent auf 3069 Punkten. Der Dax hatte mit 0,5 Prozent im Plus bei 6964,69 Zählern geschlossen.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte im August neue Anleihekäufe in Aussicht gestellt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei hochrangigen Notenbankern erfuhr, werde die EZB ihren bevorzugten Gläubigerstatus höchstwahrscheinlich aufgeben und künftig auch Verluste auf von ihr gehaltene Staatsanleihen akzeptieren.

Zudem sollten die Anleihekäufe so gestaltet sein, dass das dafür geschöpfte Geld über Gegengeschäfte wieder aus dem Finanzkreislauf gezogen werden kann. So solle ein Ansteigen der Inflation verhindert werden. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Notenbanker gemeldet, die EZB werde ein Anleihekaufprogramm in unbegrenzten Umfang beschließen. Die Börsen waren daraufhin nach oben gegangen, knickten dann aber wieder ein.

"Ich glaube, die Märkte haben das Wort 'unbegrenzt' gesehen und sind nach oben gesprungen, bevor sie realisiert haben, dass die EZB ihre Bilanz damit nicht vergrößert, sondern alle Operationen sterilisiert", sagte Boris Schlossberg, Devisenstratege bei BK Asset Management. "Dann wäre es nicht die Art von aggressiver Lockerung der Geldpolitik, die sich die Devisenhändler erhofft haben." Ryan Larson von RBC Global Asset Management erklärte, es gebe Spekulationen, dass Draghi vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ESM am 12. September nichts bekanntgeben werde.

Zu den Verlierern an der Wall Street gehörte die Fedex-Aktie, die knapp zwei Prozent nachgab. Der Deutsche-Post- -Konkurrent kappte wegen der schwächelnden Weltwirtschaft sein Gewinnziel. Vor allem ein Einbruch beim Übernacht-Versand macht dem Unternehmen, das als Konjunkturbarometer gilt, zu schaffen. Die Titel des heimischen Rivalen und Weltmarktführers UPS verloren 2,3 Prozent.

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