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16.12.2011

22:51 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt leicht im Plus

Die Fitch-Warnung an die Adresse einiger Euro-Staaten dämpft die Kauflaune an der Wall Street. Online-Spielehersteller Zynga enttäuscht beim Börsendebüt. RIM-Aktien verlieren mehr als elf Prozent an Wert.

Händler an der Wallstreet in New York: Für den Dow Jones ging es heute wieder aufwärts. AFP

Händler an der Wallstreet in New York: Für den Dow Jones ging es heute wieder aufwärts.

DüsseldorfAn den US-Aktienmärkten haben sich am Freitag die Hoffnungen auf eine bessere Wirtschaftsentwicklung und die Sorgen über negative Auswirkungen der Euro-Schuldenkrise die Waage gehalten. Einige Anleger ermutigte ein nachlassender Preisdruck in den USA. Allerdings trübte im Handelsverlauf eine Warnung der Ratingagentur Fitch die Stimmung, wonach Frankreich, Spanien, Italien und vier weiteren Euro-Staaten eine Herabstufung droht. Nach anfänglichen Gewinnen schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte kaum verändert bei 11.866 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 11.819 und 11.870 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 stieg dagegen um 0,3 Prozent auf 1219 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent auf 2555 Punkte. Auf Wochensicht verlor der Dow Jones 2,7 Prozent, der S&P 500 gab 2,9 Prozent ab, und die Nasdaq rutschte 3,5 Prozent tiefer.

Der Tag an den Märkten (Stand: 16:10 Uhr)

Dax

- 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

- 1,5 Prozent

Dow Jones

- 0,6 Prozent

Nikkei

+ 0,5 Prozent

CSI 300 (China)

- 0,3 Prozent

Euro

1,3036 Dollar (- 0,3 Prozent)

Gold

1.612 Dollar (- 0,1 Prozent)

Öl (Brent)

108,33 Dollar (+ 0,4 Prozent)

„Es wird immer deutlicher, dass die Erholung der US-Wirtschaft sich immer stärker von alleine trägt“, sagte Analyst Jeffrey Saut. Es setze sich die Ansicht durch, dass die USA nicht vor einer weiteren Rezession stünden. Anlagestratege James Dailey warnte dagegen vor allzu viel Konjunkturoptimismus und sprach von einer trügerischen Sicherheit, in der sich viele Investoren wögen. Am Freitag war bekanntgeworden, dass die jährliche Inflationsrate im November auf 3,4 Prozent sank. Das könnte der Notenbank Federal Reserve nach Einschätzung von Experten mehr Spielraum für eine weitere Lockerung der Geldpolitik geben, um die Wirtschaft anzuschieben.

Unter den Gewinnern waren Rohstoff- und Energiewerte. Die jeweiligen S&P-Indizes stiegen um 0,7 Prozent beziehungsweise 0,9 Prozent. Auch Bankentitel standen auf dem Kaufzettel: Der S&P-Index der Finanzbranche legte 0,5 Prozent zu. Bei den Einzelwerten standen die Aktien des Onlinespiele-Entwicklers Zynga im Mittelpunkt. Bei seinem Sprung auf das Börsenparkett fiel das Internet-Unternehmen allerdings auf die Nase: Zwar konnte Zynga bei Investoren eine Milliarde Dollar einnehmen, womit ihm der größte US-Börsengang eines Internetunternehmens seit dem IPO von Google gelang. Nach einem anfänglichen Plus von zehn Prozent fiel der Aktienkurs im Laufe des Tages dann aber unter den Ausgabekurs von zehn Dollar und tendierte am Ende fünf Prozent im Minus.

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Zu den Verlierern gehörten auch die Anleger von Research In Motion (RIM), deren Aktien mehr als elf Prozent an Wert verloren. Der angeschlagene Blackberry-Hersteller findet keinen Ausweg aus seiner Misere. Das kanadische Unternehmen hatte am Donnerstag einen Gewinneinbruch vermeldet und düstere Prognosen für das Weihnachtsgeschäft geliefert. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,79 Milliarden Aktien den Besitzer. 1841 Werte legten zu, 1121 gaben nach, und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,53 Milliarden Aktien 1403 im Plus, 1084 im Minus und 146 unverändert.

Von

rtr

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