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21.03.2014

21:18 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt mit Kursverlusten

Der anhaltende Ost-West-Konflikt belastete am Freitag die Wall Street. Auch die positiven Ergebnisse des Stresstests der amerikanischen Notenbank Fed halfen den Aktien der großen US-Banken nur vorübergehend.

Nach einer turbulenten Woche schloss die Wall Street am Freitag im Minus. ap

Nach einer turbulenten Woche schloss die Wall Street am Freitag im Minus.

New York Die US-Börsen haben zum Wochenschluss schwächer tendiert. Die Investoren seien angesichts der sich hochschaukelnden Sanktionen zwischen Russland und westlichen Staaten vorsichtig geblieben, sagten Händler.

Gleichwohl beendete die Wall Street die Gesamtwoche mit einem Plus. Die Indizes hatten in dieser Woche vor allem von der Erklärung des russischen Präsidenten Wladimir Putin profitiert, sein Land könne auf eine weitere Teilung der Ukraine verzichten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer bei 16.302 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 0,3 Prozent schwächer bei 1866 Zählern, der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor knapp ein Prozent auf 4276 Stellen. Im Wochenvergleich legten der Dow-Jones um etwa 1,4 Prozent, der S&P um 1,3 Prozent und der Nasdaq-Index um 0,7 Prozent zu. In Frankfurt hatte der Dax 0,5 Prozent fester mit 9342 Punkten geschlossen.

Wie der Wall Street Handel lief

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Die positiven Ergebnisse des Stresstests der Fed halfen den Aktien der großen US-Banken nur vorübergehend. Hatten sie im frühen Handel noch im Plus gelegen, notierten Papiere etwa von Goldman Sachs und Citigroup zum Schluss im Minus. Am Vorabend hatten 29 der 30 größten US-Institute den Test bestanden, mit dem die Anfälligkeit der Häuser bei einer schlechteren Wirtschaftslage geprüft wurde. Nur die kleine Zions Bancorp fiel durch. Zions-Aktien verloren 5,3 Prozent.

Nike-Aktien gaben 5,1 Prozent nach. Der Sportartikel- Hersteller hat vor steigenden Gefahren für sein Geschäft durch Währungsturbulenzen in Schwellenländern gewarnt.

Der Sicherheitssoftware-Anbieter Symantec hat zum zweiten Mal binnen zwei Jahren seinen Firmenchef gefeuert. Der Konzern kommt angesichts des erodierenden PC-Marktes nicht auf Wachstumskurs. Symantec-Aktien verloren 12,9 Prozent.

Bei den Medienunternehmen stiegen die Aktien von Media General um 0,5 Prozent und Lin Media um 22 Prozent. Media hatte angekündigt, Lin für 1,6 Milliarden Dollar zu kaufen.

Tagesgewinner waren indes Titel von Endocyte mit einem Plus von 92 Prozent. Das Pharmaunternehmen hatte über Erfolge bei einer Studie für ein Krebsmedikament berichtet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,99 Milliarden Aktien den Besitzer. 1777 Werte legten zu, 1258 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,99 Milliarden Aktien 1113 im Plus, 1553 im Minus und 95 unverändert.

Quantitative Lockerung in den USA

Konzept

In der Finanzkrise hat die Fed die Zinsen auf 0 bis 0,25 Prozent gesenkt. Da sie damit an ihre Grenze stößt, ist sie dazu übergegangen Anleihen und Vermögenswerte zu kaufen.

Ziel

Mit dem Leitzins kann die Fed vor allem die kurzfristigen Zinsen beeinflussen. Wichtiger für Investitionen sind jedoch die langfristigen Zinsen. Durch Anleihekäufe will die Fed diese drücken.

QE I

Der damalige Fed-Chef Bernanke kündigt im März 2009 an, dass die US-Notenbank Anleihen und Wertpapiere im Volumen von einer Billion US-Dollar kauft.

QE II

Im November 2010 legt die Fed ein zweites Programm auf. Bis zum zweiten Quartal 2011 will sie für weitere 600 Milliarden US-Dollar US-Staatsanleihen kaufen.

Operation Twist

Im September 2011 entschließt sich die Fed, kurzläufige Staatsanleihen (bis drei Jahre Laufzeit) im Volumen von 400 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Im Gegenzug will sie das Geld in langläufige Staatsanleihen investieren.

QE III

Im September 2012 beschließt die Fed ein drittes Anleihekaufprogramm. Pro Monat will sie für 40 Milliarden US-Dollar Staatsanleihen kaufen. Im Dezember 2012 erhöht sie den Wert auf 85 Milliarden US-Dollar.

Tapering

Inzwischen hat die neue Fed-Chefin Janet Yellen damit begonnen, das monatliche Volumen der Anleihekäufe herunterzufahren. Am 29. Oktober hat sie beschlossen, die Anleihekäufe auf Null zu senken..

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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