Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.02.2011

15:58 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt mit leichten Gewinnen

Die US-Börsen haben am Donnerstag leichte Gewinne verbucht. Gebremst wurden die Aktienmärkte durch die Verunsicherung über die Zukunft Ägyptens. Dort lieferten sich Anhänger und Gegner von Präsident Hosni Mubarak heftige Straßenschlachten. Nach anfänglichen Kursverlusten drehten die Indizes aber doch noch ins Plus.

HB NEW YORK. Die Anleger griffen vor allem bei Werten aus dem Einzelhandel zu, der mit seinem Januar-Geschäft erfreuliche Ergebnisse liefern konnte. Auch positive Konjunkturnachrichten stützten die Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen 11.981 und 12.080 Punkten. Das Börsenbarometer verabschiedete sich mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 12.062 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um gut 0,2 Prozent und schloss bei 1307 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um knapp 0,2 Prozent auf 2753 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,1 Prozent höher bei 7193 Zählern.

Nach dem ersten Schrecken über die Ausschreitungen in Ägypten würden am Markt nun auch die längerfristigen Konsequenzen abgewogen, sagte Rick Meckler von der Investmentfirma LibertyView Capital Management. Offen sei, ob die Unruhen auf andere Länder übergreifen oder die Schifffahrt im Suez-Kanal beeinträchtigen werden. Dies könnte die Ölversorgung einschränken.

Für Begeisterung an der Wall Street sorgten dagegen die amerikanischen Einzelhändler. Trotz der Schneemassen lockten sie im Januar viele Kunden an und steigerten ihren Umsatz um 4,2 Prozent. Experten hatten nur mit einem Plus von 2,7 Prozent gerechnet. Gefragt waren Einzelhandelswerte wie Sears und Ross Stores, die 7,7 und 5,8 Prozent zulegten. Die Die Aktien der Mode-Kette Gap stiegen um 4,2 Prozent. Gestützt wurden die US-Kurse auch von überraschend starken Arbeitsmarktdaten. So meldeten sich in den USA in der vergangenen Woche weniger Menschen arbeitslos als erwartet. Der Dienstleistungssektor entwickelte sich im Januar zudem so gut wie seit August 2005 nicht mehr. Auch in der Industrie geht es aufwärts.

„Wir fühlen uns von den Konjunkturdaten ermutigt“, sagte Paul Radeke von KDV Wealth Management. „Sie können auf eine schnellere Erholung hindeuten.“ Auch Fed-Chef Ben Bernanke zeichnete ein etwas optimistischeres Bild der US-Wirtschaft, die nach seiner Einschätzung aber weiter auf Konjunkturhilfen angewiesen ist.

Der Pharmariese Merck & Co bekam die Quittung für seinen enttäuschenden Ausblick. Die Anteilsscheine verbilligten sich um 2,7 Prozent. An der New York Stock Exchange wechselten rund 998 Millionen Aktien den Besitzer. 1606 Werte legten zu, 1357 gaben nach und 132 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 1297 Titel im Plus, 1309 im Minus und 133 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren auf 92-13/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,55 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben auf 93-07/32 Zähler nach. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,67 Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×