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07.10.2011

19:51 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt mit Verlusten

Nach der Herunterstufung von Italien und Spanien durch die Ratingagentur Fitch reagiert die Wall Street prompt. Der Dow Jones schließt am Freitag mit Kursverlusten.

Wall Street: Die Reaktion der Börse auf den Arbeitsmarktbericht war verhalten. AFP

Wall Street: Die Reaktion der Börse auf den Arbeitsmarktbericht war verhalten.

USA/New YorkDer New Yorker Aktienmarkt hat am Freitag mit Kursverlusten geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Abschlag von 0,2 Prozent bei 11.103 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 1155 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,1 Prozent und ging mit 2479 Punkten aus dem Handel.

Die Herabstufung der spanischen Bonität durch die Ratingagentur Fitch hat auf die Stimmung an der Wall Street gedrückt. Fitch rechnet damit, dass das spanische Wirtschaftswachstum bis 2015 weiter unter zwei Prozent liegt. Die Arbeitslosigkeit, die derzeit rund 20 Prozent beträgt, werde hoch bleiben. Der Euro büßte zum Dollar nach der Fitch-Herabstufung ein. Kurz zuvor hatte die Agentur bereits die Kreditwürdigkeit Italiens gesenkt.

Auch deutsch-französische Unstimmigkeiten über die Verwendung der Mittel aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF sorgten für Verunsicherung bei den Börsianern . Angesichts der Lage in Europa verpufften die guten Nachrichten vom amerikanischen Stellenmarkt. Finanzwerte gehörten am Freitag zu den stärksten Verlierern.

Der Dax in Frankfurt schloss mit Aufschlägen von 0,5 Prozent auf 5675 Zähler. Gewinnmitnahmen grenzten das Plus zu Handelsende ein .

Das US-Arbeitsministerium in Washington teilte mit, dass bei Industrie und Dienstleistern im September 103.000 neue Stellen geschaffen wurden - deutlich mehr als die von den Ökonomen erwarteten 60.000. Zudem fiel das Plus im August höher aus, wie aus revidierten Daten hervorgeht. Der Arbeitsmarkt gilt als Achillesferse der US-Wirtschaft. Entsprechend erleichtert äußerte sich unter anderem Kurt Karl, US-Chefökonom des weltgrößten Rückversicherers Swiss Re in New York: Die Zahlen seien „sehr vielversprechend“. „Hoffentlich sind sie nachhaltig, so dass wir eine Rezession vermeiden können.“ Zu den Verlieren gehörten Finanztitel wie Morgan Stanley . Die Euro-Krise und die Rezessionsängste haben das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen weitgehend lahmgelegt. Demnach wirft der Handel an den Kapitalmärkten keine großen Gewinne mehr ab. Morgan-Stanley-Papiere büßten 5,7 Prozent ein. Die Anteilsscheine der Bank of America gaben um 5,2 Prozent nach.

Deutlich gab auch die Aktie des Mobilfunkanbieters Sprint Nextel ab. Die Nummer drei auf dem amerikanischen Markt bietet das neue iPhone 4S an, machte aber keine Angaben zu den Kosten. Zusätzlich muss der Konzern sein Netwerk für das mobile Internet ausbauen. Analysten bezweifeln, dass Sprint die Investitionen parallel zu den neuem Verpflichtungen gegenüber Apple stemmen kann. Der Kurswert gab um 8,6 Prozent nach.

Von

rtr

Kommentare (1)

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vmc

07.10.2011, 20:00 Uhr

Wenn ich die Ticks dieser Woche noch einmal Revue passieren lasse, muss ich feststellen, dass man nicht einmal mehr versucht, die große „Verarsche“ zu verbergen.

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