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05.10.2012

22:43 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt nach Kursrally uneinheitlich

Die US-Börsen profitieren von einem überraschend guten Arbeitsmarktbericht. Die Arbeitslosenquote fiel unter acht Prozent. Die Aktie des Spieleentwicklers Zynga bricht ein und reißt Facebook mit in die Tiefe.

Händler an der NYSE. Im Fokus stand der US-Arbeitsmarktbericht. dapd

Händler an der NYSE. Im Fokus stand der US-Arbeitsmarktbericht.

New YorkNach einer Kursrally im Zuge guter Arbeitsmarktdaten haben die US-Aktienmärkte am Freitag uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index kletterte zu Handelsbeginn auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahen, nachdem die Jobzahlen eine überraschend gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt anzeigten. Allerdings nahmen zahlreiche Anleger ihre Gewinne gegen Handelsschluss wieder mit. Zudem traten Sorgen in den Vordergrund, dass die in der kommenden Woche beginnende Berichtssaison der Unternehmen eher mau ausfallen könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent fester bei 13.610 Punkten. Im Verlauf kletterte der Leitindex zwischenzeitlich auf 13.661 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Dezember 2007. Der breiter gefasste S&P-500 tendierte kaum verändert bei 1460 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor um 0,4 Prozent auf 3136 Stellen. Im Wochenverlauf legte der Dow-Jones-Index 1,3 Prozent zu, der S&P-500 gewann 1,4 Prozent und die Nasdaq 0,6 Prozent. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 1,3 Prozent aus dem Handel.

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Einen Monat vor der Präsidentenwahl in den USA fiel die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren. Die Quote sank im September überraschend auf 7,8 Prozent von 8,1 Prozent im Vormonat, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 8,2 Prozent gerechnet. Die Arbeitsmarktdaten zeigten, dass es einige berechtigte Hoffnungen auf Besserung gebe, sagte Peter Jankovskis von Oakbrook Investment in Lisle, Illinois. Sein Kollege Kevin Caron von Stifel, Nicolaus & Co fügte hinzu: "Es zeigt, dass die Nachfrage in den USA letztendlich stabil bleiben wird." Die für US-Verhältnisse hohe Arbeitslosigkeit ist ein Schlüsselthema im Wahlkampf.

Bei den Unternehmenswerten stand das Papier von Zynga im Fokus. Nach einer abermaligen Revision seines Jahresausblicks stürzte der Aktienkurs um rund zwölf Prozent ab. Facebook, das mehr als ein Zehntel seiner Einnahmen über Zynga erzielt, gingen um rund 4,7 Prozent zurück.

Der Aktienkurs von Sprint Nextel gewann dagegen rund zwei Prozent an Wert dazu. Der Mobilfunkanbieter erwägt Kreisen zufolge einen Gegengebot für den Wunschpartner der Deutschen Telekom in den USA, MetroPCS. Sprint spiele derzeit die Möglichkeiten durch, ebenfalls eine Offerte für den regionalen Mobilfunkanbieter MetroPCS auf den Tisch zu legen und die Telekom damit zu überbieten. Überlegt werde derzeit, die Offerte bald vorzulegen - oder noch zu warten, bis die geplante Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile USA mit MetroPCS über die Bühne ist, und dann für das ganze Unternehmen zu bieten.

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Die Anteilsscheine des weltweit größten Kosmetikhändlers Avon legten mehr als sieben Prozent zu, nachdem die Vorsitzende des Kontrollgremiums und frühere Konzernchefin Andrea Jung ihren Rückzug aus dem Unternehmen bis Ende des Jahres bekanntgegeben hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,61 Milliarden Aktien den Besitzer. 1679 Werte legten zu, 1274 gaben nach und 141 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,6 Milliarden Aktien 1121 im Plus, 1328 im Minus und 126 unverändert.

Von

rtr

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