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11.09.2013

22:38 Uhr

Börse New York

Wall Street schließt uneinheitlich

Eine mögliche Lösung im Syrien-Konflikt sorgte für Entspannung, die Kauflaune stieg. Die US-Notenbank entscheidet über ihr weiteres Vorgehen beim Anleihen-Ankauf. Apple sorgte indes für lange Gesichter.

Händler in New York vergleichen ihre Daten. Was sie sehen stimmt sie freundlich. Nachlassende Sorgen rund um Syrien helfen den Börsen. ap

Händler in New York vergleichen ihre Daten. Was sie sehen stimmt sie freundlich. Nachlassende Sorgen rund um Syrien helfen den Börsen.

New YorkDie sich weiter abzeichnende Entspannung im Syrien-Konflikt hat auch zur Wochenmitte an den US-Börsen für Kauflaune gesorgt. Die Kurse an der Technologie-Börse Nasdaq standen allerdings unter Druck, weil das Börsenschwergewicht Apple bei der Vorstellung seiner neuen iPhones die allgemeinen Erwartungen der Anleger enttäuschte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Mittwoch 0,9 Prozent fester mit 15.326 Punkten - was zugleich der höchste Stand des Tages war. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,3 Prozent auf 1687 Zähler. Für das Barometer war es der siebte Tag in Folge mit Zugewinnen. Der Index der Nasdaq verlor indes 0,1 Prozent auf 3725 Stellen. In Frankfurt hatte der Dax 0,6 Prozent höher bei 8495 Punkten geschlossen.

Apple-Aktien verloren 5,4 Prozent, in den vergangenen beiden Tagen hat das Unternehmen damit rund 23 Milliarden Dollar an Marktwert eingebüßt. Apple hatte am Dienstag erstmals auch billigere iPhone-Modelle vorgestellt, die sich vor allem in asiatischen Schwellenländern gut verkaufen sollen. Zwar waren manche Experten zufrieden, dass Apple die Geräte dort nicht zu Kampfpreisen verschleudern will und deshalb wohl auch weiterhin gutes Geld mit dem Smartphone verdienen wird. Die andere Seite dieser Preispolitik ist aber, dass Analysten davon ausgehen, dass Apple damit den Massenmarkt eher nicht aufmischen wird. Daher gerieten auch Kurse von Apple-Zulieferern wie Cirrus , Qualcomm, Broadcom, Skyworks, AMD und Avago unter Druck.

Die Papiere der Opel-Mutter General Motors verloren 1,8 Prozent. Nach den USA beginnt nun auch Kanada mit einem Ausstieg bei dem einst mit staatlicher Hilfe sanierten Autobauer. Kanada und die Provinz Ontario verkauften fast ein Viertel ihrer Beteiligung von zuletzt rund zehn Prozent. Insgesamt hatte das Paket einen Wert von rund einer Milliarde Dollar. Die USA und Kanada hatten GM 2009 vor der Pleite bewahrt.

Mit besonderer Spannung warten Anleger auf den kommenden Mittwoch. Dann entscheidet die US-Notenbank über ihr weiteres Vorgehen bei dem Anleihen-Aufkaufprogramm. Viele Markteilnehmer rechnen damit, dass das Programm zurückgefahren wird. Die Fed hatte es zur Stützung der Wirtschaft aufgelegt und pumpt seitdem über dieses Instrument 85 Milliarden Dollar pro Monat in den Geldkreislauf. Davon profitierte in der Vergangenheit auch die Wall Street.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,66 Milliarden Aktien den Besitzer. 1646 Werte legten zu, 1331 gaben nach und 108 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1201 im Plus, 1296 im Minus und 100 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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HALSVOLL

11.09.2013, 23:05 Uhr

Solange BERNANKE im Amt ist, wird nichts und asolut nichts gegen die Geldschwemme unternommen. Manche Anleger spekulieren, dass etwas geschieht, dann fällt eine ernüchternde Nachricht, dass die Wirtschaft sich doch nur langsam erholt und das Karusell dreht weiter. Haupsache, die Wall Street-Anleger machen satte Gewinne mit Aktien.Das wird sich einmal kräftig rächen. Verlierer werden die kleinen,naiven Anleger sein.

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