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19.07.2012

23:42 Uhr

Börse New York

Wall Street setzt Aufwärtstrend verhalten fort

Der New Yorker Aktienmarkt hat am Donnerstag mit Kursgewinnen geschlossen. Gute Quartalszahlen von US-Technologiefirmen trieben die Indizes ins Plus. Schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt sorgten jedoch für einen Dämpfer.

Händler an der NYSE: Seit Tagen befinden sich die Börsen weltweit im Aufwind. An der Wall Street blicken die Anleger jetzt gespannt auf neue US-Konjunkturdaten.  (Foto:Richard Drew, File/AP/dapd) dapd

Händler an der NYSE: Seit Tagen befinden sich die Börsen weltweit im Aufwind. An der Wall Street blicken die Anleger jetzt gespannt auf neue US-Konjunkturdaten. (Foto:Richard Drew, File/AP/dapd)

New YorkAngetrieben durch überzeugende Unternehmensbilanzen haben die US-Börsen am Donnerstag ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Vor allem die Prognose-Anhebung des Technologiekonzerns IBM versetzte die Anleger in Kauflaune.

"IBM und andere Firmen zeigen uns, dass die Zwischenberichte nicht so schlecht sind, wie wir befürchtet haben", sagte Rick Meckler, Präsident bei LibertyView Capital Management. Chefhändler Giri Cherukuri von OakBrook Investments ergänzte, Investoren würden sich auf Einzelwerte konzentrieren und versuchen, aus den Prognosen der Konzerne den Zustand der Konjunktur herauszulesen.

Der technologielastige Nasdaq legte deutlich zu. Bei den übrigen Indizes begrenzten enttäuschende Arbeitsmarktdaten die Gewinne.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 12.943 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.889 und 12.977 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1376 Punkten, ein Aufschlag von 0,3 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,8 Prozent und ging mit 2965 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt gewann der Dax 1,1 Prozent auf 6758 Punkten. Auch hier trieb die US-Bilanzsaison den Handel an.

In der vergangenen Woche stellten deutlich mehr Amerikaner einen neuen Antrag auf Arbeitslosenhilfe als zuvor. Die Zahl stieg binnen Wochenfrist um 34.000 auf 386.000, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit einem leichten Anstieg auf 365.000 gerechnet. "Der Arbeitsmarkt erholt sich einfach nicht", sagte David Carter von Lenox Wealth Advisors. Auch die Beschäftigung werde sich vorläufig nicht spürbar bessern.

Auf Unternehmensseite sorgte IBM für Optimismus. Der US-Konzern setzte sich von Konkurrenten ab und hob trotz eines erneuten Umsatzrückgangs und einer regelrechten Talfahrt in Europa seine Ergebnisprognose zum zweiten Mal binnen weniger Monate an. IBM gehe "ziemlich zuversichtlich ins nächste Quartal", sagte Finanzchef Mark Loughridge. Die Aktie legte fast vier Prozent zu.

Fast sieben Prozent nach oben ging es für die in New York gelisteten Papiere des finnischen Handyherstellers Nokia. Der Konzern stoppte trotz hoher Verluste vorerst seine Talfahrt.

Mit einem Plus von 8,6 Prozent legten Anteilsscheine von eBay deutlich zu. Das Online-Handelshaus bekommt die Euro-Schuldenkrise entgegen früherer Befürchtungen der Börsianer kaum zu spüren und steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um 23 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar.

Nach unten ging es dagegen für das Papier der US-Investmentbank Morgan Stanley. Dem Haus machen das schwächelnde Geschäft mit Übernahmen sowie Rückgänge im Handel zu schaffen. Der Anteilsschein verlor 5,3 Prozent an Wert.

Der Chiphersteller Mellanox Technologies konnte überzeugen. Die in den USA gehandelte Aktie legte einen Kurssprung um 41 Prozent auf 93,90 Dollar hin und wurde im Handelsverlauf so hoch wie nie zuvor gehandelt. Analysten hatten mit einem schwächeren Gewinn gerechnet.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 760 Millionen Aktien den Besitzer. 1543 Werte legten zu, 1425 gaben nach und 129 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1093 im Plus, 1391 im Minus und 107 unverändert.

Von

rtr

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