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12.06.2013

23:33 Uhr

Börse New York

Wall Street setzt Talfahrt fort

Der Dow Jones hat zunächst einen Teil seiner Verluste wieder gutgemacht. Doch die Märkte erwarteten einen Ausstieg der Federal Reserve. Die Nervosität wuchs – und die Kurse drehen ins Minus.

US-Händler freut die leichte Erholung des Dow Jones. AFP

US-Händler freut die leichte Erholung des Dow Jones.

New YorkAngesichts der Verunsicherung über den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed haben die Aktienanleger auch am Mittwoch auf die Bremse getreten. Die Wall Street startete zwar zunächst mit Gewinnen in den Handel, verlor dann jedoch rasch an Boden und setzte ihre jüngste Talfahrt fort.

Die Anleger fürchten seit Wochen, dass die US-Notenbank ihre Anleihe-Käufe in den kommenden Monaten drosselt und damit der jüngsten Rally ein Ende bereiten könnte. Diese Unsicherheit hat die Nervosität an den Märkten deutlich erhöht - deshalb haben die US-Börsen zuletzt kräftige Kursausschläge verbucht.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten fiel um 0,8 Prozent auf 14.995 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 verlor ebenfalls 0,8 Prozent auf 1612 Zähler. Der Nasdaq ging 1,1 Prozent schwächer bei 3400 Punkten aus dem Handel. Der Dax schloss ein Prozent schwächer bei 8143 Zählern.

"Es gibt derzeit einfach keine positiven Nachrichten, die das womöglich nahende Ende der Fed-Politik ausgleichen könnten", klagte Rick Meckler von LibertyView Capital Management. "Es gibt keine fundamentalen Belege dafür, dass die Fed bald ihren Kurs ändert oder auch nicht."

Einige Anleger konnten der jüngsten Entwicklung jedoch auch etwas Positives abgewinnen. So hält es Art Hogan, der die Geschäfte des Investmenthauses Lazard Capital Markets leitet, zwar zunächst eine weitere Konsolidierung für wahrscheinlich. Er betonte jedoch: "Wenn der Ausstieg kommt, sind die Folgen dann am Markt eingepreist und es kommt zu keinem Ausverkauf."

Zu den größten Verlierern gehörten die Titel von Versorgern und Finanzinstituten. So büßten etwa die Aktien von American Express 2,4 Prozent ein, weil die Geschäfte mit Kreditkarten besonders empfindlich auf Änderungen der Zinsen reagieren.

Hewlett-Packard dagegen zählte mit einem Plus von 2,8 Prozent zu den größten Gewinnern, nachdem Konzernchefin Meg Whitman sich optimistisch über das Geschäftsjahr 2014 äußerte. Der Computerbauer könne weiterhin Wachstum erzielen, sagte sie im Interview mit CNBC.

Die Aktien des Software-Unternehmens Gigamon legten bei ihrem Börsengang fast 50 Prozent zu - ein Beleg dafür, dass die Investoren trotz der Unsicherheit weiter große Hoffnungen in die Start-Ups der Branche setzen.

Wie der Wall Street-Handel lief

Video: Wie der Wall Street-Handel lief

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,69 Milliarden Aktien den Besitzer. 575 Werte legten zu, 2490 gaben nach und 69 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,62 Milliarden Aktien 749 im Plus, 1736 im Minus und 79 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.06.2013, 17:07 Uhr

Tja, schon doof, wenn Redaktionsschluss vor Börsenschluss ist...

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