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03.01.2011

15:12 Uhr

Börse New York

Wall Street startet mit Gewinnen ins neue Jahr

Zum Börsenstart können die wichtigsten US-Indizes kräftige Gewinne verbuchen. Der Dow Jones liegt knapp 0,8 Prozent im Plus. Gute Vorgaben beflügeln die Kurse. Die Gewinner und Verlierer im Überblick.

Händler an der Wall Street: Guter Start ins neue Börsenjahr. dpa

Händler an der Wall Street: Guter Start ins neue Börsenjahr.

HB NEW YORK. Die Wall Street ist mit Gewinnen ins Jahr 2011 gestartet. Hoffnungen auf eine längere Fortsetzung des Aufwärtstrends von 2010 bestimmten am Montag das Handelsgeschehen. Positive Signale aus Industrie und Baubranche bestärkten zudem Optimisten in ihrer Erwartung, dass die Erholung der US-Wirtschaft an Tempo gewinnt. Die Börsen profitierten auch davon, dass sich Fondsmanager im Januar verstärkt nach attraktiven Anlagemöglichkeiten umsehen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 11.711 und einem Tief von 11.577 Punkten. Das Börsenbarometer schloss 0,8 Prozent höher bei 11.670 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 1,1 Prozent auf 1271 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging 1,5 Prozent höher bei 2691 Stellen aus dem Handel. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax 1,1 Prozent fester bei 6989 Punkten.

„Das Jahr geht richtig gut los“, sagte Stephen Massoca von Wedbusch Morgan. Den Anlegern sei bei ihrer Rückkehr an die Wall Street klargeworden, dass die Wirtschaft in recht guter Form ist. Der Jahresanfang sei zudem die Zeit, in der Fondsmanager offen für neue Möglichkeiten seien, sagte Marc Pado von Cantor Fitzgerald.

Zum Jahresende hätten sie ihre Portfolios noch mit bereits erfolgreichen Werten aufpoliert. Jetzt könnten sie nach anderen attraktiven Aktien Ausschau halten, die ihr Potenzial vielleicht langsam entfalten würden.

Viele Börsianer rechneten angesichts der Konjunkturerholung mit einer weiterhin positiven Marktentwicklung, sagten Experten. Der Dow Jones hatte im Jahr 2010 elf Prozent, der S&P fast 13 und die Nasdaq knapp 17 Prozent zugelegt. Im vergangenen Monat verzeichnete der S&P den besten Dezember seit 1991.

Die Hoffnung auf eine schnellere Wirtschaftserholung in den USA wurde am Montag durch die jüngsten Konjunkturdaten genährt. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg im Dezember wie erwartet auf 57,0 von 56,6 Punkten im Vormonat. Die Bauausgaben legten im November überraschend deutlich zu. Auch die jüngsten Industriedaten aus China wurden positiv aufgenommen.

Die Aktien des iPhone-Herstellers Apple stiegen um 2,2 Prozent und erreichten zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch von 330,20 Dollar. Am Montag hielten die Marktteilnehmer den Wert wegen der jüngsten Technikprobleme beim iPhone fest im Blick. Apple stellte in Aussicht, dass die ausgefallene Weckfunktion seines Smartphones am Montag wieder funktionieren sollte.

Von einer Heraufstufung der Deutschen Bank profitierte der Aluminiumriese Alcoa. Die Papiere verteuerten sich um 2,6 Prozent. Im Fokus standen auch die Anteilsscheine der Bank of America. Im Streit mit den Hypothekenfinanzierern Freddie Mac und Fannie Mae über Problemkredite muss das Institut im vierten Quartal drei Milliarden Dollar zurückstellen. Die Anleger aber freuten sich offenbar über den erzielten Vergleich: Der Kurs schnellte mehr als sechs Prozent in die Höhe.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Milliarden Aktien den Besitzer. 2236 Werte legten zu, 791 gaben nach, und 75 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 2053 Titel im Plus, 636 im Minus und 85 unverändert. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren auf 94-01/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,34 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben auf 97-15/32 Zähler nach. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,40 Prozent.

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