Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.05.2013

22:29 Uhr

Börse New York

Wall Street taumelt ins Minus

Unerwartet schwache Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten haben auf die Stimmung an der Wall Street gedrückt. Die US-Indizes traten zunächst auf der Stelle, doch eine Meldung aus der Notenbank trieb sie in die Verlustzone.

Händler an der NYSE: Die Geldflut der US-Notenbank sorgt für niedrige Zinsen auf den Anleihemärkten. An Aktien führt deswegen weiter kein Weg vorbei. ap

Händler an der NYSE: Die Geldflut der US-Notenbank sorgt für niedrige Zinsen auf den Anleihemärkten. An Aktien führt deswegen weiter kein Weg vorbei.

New YorkDie Wall Street hat am Donnerstag Federn gelassen. Nach einem lustlosen Verlauf drehten die US-Börsen im späten Handel ins Minus. Auslöser für die Kursverluste war eine Erklärung des Präsidenten der Fed von San Francisco, John Williams, die US-Notenbank könnte ihre Bond-Ankäufe zum Jahresende einstellen.

Zudem drückten schlechte Arbeitsmarktdaten auf die Stimmung. In den USA haben zuletzt unerwartet viele Menschen einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Die Zahl der Erstanträge stieg in der vorigen Woche auf 360.000. Dies ist der höchste Wert seit sechs Monaten. Auch auf dem Immobilienmarkt lief es zuletzt nicht rund. Die Zahl der Wohnbaubeginne brach im April trotz rekordniedriger Zinsen überraschend ein.

Der Dow-Jones-Index gab 0,3 Prozent auf 15.233 Punkte nach. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15.215 und 15.302 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,5 Prozent auf 1650 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,2 Prozent auf 3465 Punkte. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax knapp im Plus bei 8369,87 Punkten in den Feierabend. Das ist der 15. Tagesgewinn der vergangenen 17 Handelstage und der höchste Schlusskurs seiner Geschichte.

Bei den Einzelwerten stand Wal-Mart im Fokus. Der größte Einzelhändler der Welt schwächelte im abgelaufenen Quartal vor allem auf dem Heimatmarkt. Zwar steigerte Wal-Mart seinen Gewinn um gut ein Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar, blieb damit aber knapp hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie fiel knapp zwei Prozent.

Zu den Gewinnern gehörten Cisco und Tesla. Cisco-Aktien kletterten um beinahe 13 Prozent, Tesla-Papiere um fast neun Prozent. Der Netzwerkausrüster überraschte mit einem positiven Ausblick. Der Autobauer plant eine Kapitalerhöhung und machte Anlegern damit Mut.

Auf der Verliererseite standen die Aktien von Bristol-Myers Squibb mit einem Abschlag von mehr als drei Prozent, obwohl der Pharmakonzern Erfolge bei der Erprobung einer neuer Methode zur Behandlung von schwarzem Hautkrebs mit einer Kombination von zwei Medikamenten vermeldet hatte.

Billigeres Tanken drückte die Inflationsrate in den USA seit rund zweieinhalb Jahren. Die Verbraucherpreise stiegen im April nur noch um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist der niedrigste Wert seit November 2010. Im März lag die Teuerung noch bei 1,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Preise um 0,4 Prozent und damit so stark wie seit Dezember 2008 nicht mehr.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 680 Millionen Aktien den Besitzer. 1181 Werte legten zu, 1811 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Milliarden Aktien 1063 im Plus, 1418 im Minus und 103 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

16.05.2013, 22:25 Uhr

Erstaunlich. Vor wenigen Tagen war in USA, China und D seitens der Konjunkturzahlen noch eine gewisse Hoffnung festzustellen.

Wenige Tage später soll das nun doch alles nicht mehr wahr sein?

Klartext: Es ist kippelig und ganz gewiss geht die Weltkonjunktur kurzfristig nicht souverän nach oben (siehe auch Arbeitslosenzahlen USA).

Da aktuell selbst die Putzhilfe Aktien kauft, gehts noch etwas hoch (ein auch für Psychopathen sehr geeignetes Biotop - völlig angstfrei in den Abgrund) und anschliessend wird deutlich korrigiert.

Bernanke's Schwert ist mit 0,25% stumpf - stumpfer geht's kaum.

Account gelöscht!

16.05.2013, 22:41 Uhr

Dein Geschwafel ist auch stumpf.

Lucki

16.05.2013, 22:42 Uhr


...wie sagte schon der längst verblichene Börsenguru Kostolany: Die Aktienkurse steigen wenn es mehr Idioten als Aktien gibt,und sie sinken,wenn es mehr Aktien als Idioten gibt...!Alles klar ??!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×