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26.02.2015

22:15 Uhr

Börse New York

Wall Street tritt auf der Stelle

Starke Industriedaten, schwache Arbeitsmarktzahlen. Die neuesten Wirtschaftszahlen aus den USA erschweren die Anlageentscheidung. Die US-Börsen konnten sich daher kaum von ihren Vortagskursen entfernen.

Zerknirschte Händlergesichter in New York. Die US-Börsen kommen nicht vom Fleck. AFP

Wall Street

Zerknirschte Händlergesichter in New York. Die US-Börsen kommen nicht vom Fleck.

New YorkDie New Yorker Börsen haben den Handel am Donnerstag uneinheitlich beendet. Gemischte Konjunktursignale und Gewinnmitnahmen belasteten Dow und S&P-500, während die Technologiebörse Nasdaq leicht zulegte. Antreiber waren hier Fusionsnachrichten. Außerdem waren Apple-Papiere gefragt, nachdem das Börsenschwergewicht eine Einladung zu einer Medienpräsentation verschickte, ohne jedoch Details zu nennen. Spekuliert wurde, dass es um die mit Spannung erwartete Computerarmbanduhr gehen könnte, die der iPhone-Hersteller im April in den Verkauf bringen will.

Insgesamt aber drückten schwache Jobdaten auf die Stimmung an der Wall Street. Zuletzt meldeten sich wieder mehr Amerikaner arbeitslos als erwartet. Da half es auch nichts, das die US-Industrie zu Jahresbeginn überraschend viele Aufträge einsammelte. "Das alles neutralisiert sich gegenseitig", sagte Händler Randy Frederick von Charles Schwab.

Wie der Wall Street Handel lief

Was plant Apple?

Wie der Wall Street Handel lief: Was plant Apple?

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,06 Prozent auf 18.214 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,15 Prozent nach auf 2110 Zähler. Der Nasdaq -Index gewann 0,4 Prozent auf 4987 Punkte. Der Dax kletterte um ein Prozent auf den Rekordschluss von 11.327 Punkten. Zwischenzeitlich stellte er bei 11.330,63 Zählern sogar ein neues Allzeithoch auf. Ein Grund war der fallende Euro. Viele deutsche Konzerne profitieren wegen ihrer Export-Stärke von einem niedrigen Euro-Kurs. Mit 1,1184 Dollar kostete die Gemeinschaftswährung so wenig wie einem Monat nicht mehr.

In den USA waren vor allem die Aktien von Avago Technologies gefragt. Sie verteuerten sich um 14,7 Prozent. Das Unternehmen übernimmt den Netzwerkspezialisten Emulex, dessen Aktien knapp 25 Prozent in die Höhe schossen. 23 Prozent ging es für die Aktien der Energiefirma UIL nach oben. Sie soll mit der US-Tochter von Iberdrola verschmolzen und als neues Unternehmen an die Börse gebracht werden. Der spanische Energiekonzern will sich die Übernahme drei Milliarden Dollar kosten lassen.

Apple -Aktien legten knapp 1,3 Prozent zu. Das Unternehmen lädt zum 9. März ein. Was dann genau passiert, ist nicht bekannt. Allerdings soll einen Monat später die lang erwartete Apple-Smartwatch auf den Markt kommen.

Zu den Verlierer zählten im Zuge der fallende Ölpreise Energiewerte, darunter das Börsenschwergewicht Exxon Mobil. Die Aktie verbilligte sich um etwas mehr als ein Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,69 Milliarden Aktien den Besitzer. 1386 Werte legten zu, 1646 gaben nach und 146 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,88 Milliarden Aktien 1522 im Plus, 1192 im Minus und 152 unverändert.

US-Staatsanleihen gaben nach. Auch hier verwiesen Händler auf gemischte Konjunktursignale. Die zehnjährigen Papiere verloren 19/32 auf 99-22/32. Sie rentierten mit 2,0348 Prozent. Die 30-Jährigen fielen um 1-10/32 auf 97-7/32 und rentierten mit 2,6348 Prozent.

Von

rtr

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