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06.08.2014

23:40 Uhr

Börse New York

Wall Street tritt auf der Stelle

Der jüngste Abwärtstrend ist vorerst beendet. Die Wall Street zog ins Plus, wenn auch nur mit wenig Antrieb. Bei den Einzelwerten sorgt die US-Telekom Tochter für Aufsehen. Die Papiere verlieren zweistellig.

Händler an der NYSE: Eine womöglich früher als erwartete Zinswende in den USA verunsichert momentan viele US-Anleger. ap

Händler an der NYSE: Eine womöglich früher als erwartete Zinswende in den USA verunsichert momentan viele US-Anleger.

New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch kaum verändert geschlossen. Analysten erklärten, die jüngsten Kursrückgänge würden zwar von den Händlern als Kaufgelegenheit gesehen. Allerdings verhinderten die anhaltenden Sorgen über die Lage in der Ukraine einen Anstieg der Kurse.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.443 Punkten knapp 0,1 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.372 und 16.490 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1920 Zählern ohne nennenswerte Änderung aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann geringfügig hinzu und schloss bei 4355 Punkten. In Frankfurt war zuvor der Dax mit 9130 Punkten und damit einem Minus von 0,65 Prozent in den Feierabend gegangen.

Zum Handelsauftakt lag die US-Börse wegen der Ukraine-Krise und dem Konflikt im Nahen Osten noch im Minus und folgte damit den europäischen Vorgaben. Dann drehte sie ins Plus. Die Händler in New York hätten die weltpolitische Lage zwar weiter im Blick, sagte Randy Frederick von Charles Schwab dazu. Allerdings rufe jede kleine Schwäche des Marktes die Käufer auf den Plan, "hauptsächlich weil sie Geld haben, das sie einsetzen wollen, und es dafür kaum Gelegenheiten gibt". Zu Handelsende hielten sich die beiden Faktoren die Waage.

Nach dem Absprung von Sprint als bislang aussichtsreichster Bieter für T-Mobile US gerieten beide Titel stark unter Druck. Die amerikanische Tochter der Deutschen Telekom verlor 8,4 Prozent, der Rivale Sprint sogar knapp 19 Prozent.

Die Ankündigung des Medienunternehmers Rupert Murdoch, sein Gebot für Time Warner fallenzulassen, ließ die Titel des US-Konzerns um 12,8 Prozent einbrechen. Murdochs eigenes Unternehmen 21st Century Fox profitierte von dem Rückzieher: Die Aktie legte um 3,3 Prozent zu.

Aufwärts ging es auch für die Titel von Kellogg und zwar um 2,2 Prozent. Der Cornflakes-Hersteller prüft einem Medienbericht zufolge die Übernahme des britischen Keks-Hersteller United Biscuits. Ein Insider erklärte später, die Briten führten gegenwärtig keine derartigen Gespräche.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 690 Millionen Aktien den Besitzer. 1804 Werte legten zu, 1222 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 1597 im Plus, 1056 im Minus und 127 unverändert.

Die US-Staatsanleihen profitierten von der Sorge über die Ukraine-Krise. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 4/32 auf 100-8/32. Sie rentierten mit 2,46 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen ebenfalls um 4/32 auf 101-31/32 und hatten eine Rendite von 3,27 Prozent.

Von

rtr

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