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10.01.2011

16:00 Uhr

Börse New York

Wall Street tritt auf der Stelle

Die US-Börsen sind am Montag vor Beginn der Bilanzsaison uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Auf der einen Seite machten sich erneut Zweifel an der Finanzkraft von Ländern der Euro-Zone breit. Auf der einen Seite gaben Firmenübernahmen Auftrieb.

Alcoa eröffnet heute die Berichtssaison Quelle: Alcoa

Alcoa eröffnet heute die Berichtssaison

HB NEW YORK. In der US-Energiebranche steigt etwa Duke Energy zum größten Versorger des Landes auf. Zudem setzten Anleger auf einen guten Auftakt des Berichtszeitraums durch den Aluminiumriesen Alcoa. Der Konzern wollte nach Börsenschluss Einblick in das abgelaufene Quartal geben. Bei guten Zahlen könnte sich nach Meinung von Analysten die Kursrally der vergangenen Wochen fortsetzen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 11 637 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf pendelte der Leitindex zwischen 11 573 und 11 677 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,1 Prozent auf 1269 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte hingegen 0,2 Prozent auf 2707 Punkte zu. Das Dax in Frankfurt schloss mit Abschlägen von 1,3 Prozent auf 6857 Stellen.

Für Gesprächsstoff sorgte der Energiekonzern Duke, der durch den Kauf des Rivalen Progress Energy für 13,7 Milliarden Dollar zum größten US-Versorger aufsteigt. Das neue Unternehmen hat einen Firmenwert von 65 Milliarden Dollar und wird auch größter US-Atomstromproduzent. Die Duke-Aktie fiel um 1,2 Prozent, die Progress-Papiere gaben 1,6 Prozent nach.

Der Chemie-Gigant DuPont drängt mit einem Milliarden-Zukauf auf den schnell wachsenden Markt für Lebensmittel-Zusatzstoffe. Der bislang eher für seine Kunststoffe und Kevlar-Schutzwesten bekannte Konzern will für 5,8 Milliarden Dollar das dänische Unternehmen Danisco übernehmen. Die DuPont-Aktie büßte 1,5 Prozent ein.

„Trotz der sehr positiven Fusionsaktivitäten, die einen weiteren Hinweis darauf geben, dass Unternehmen andere Firmen als unterbewertet ansehen, leidet der Markt“, sagte Analyst Michael Holland. Denn die Anleger würden daran erinnert, dass die europäische Schuldenkrise noch nicht vorüber sei. Zu dieser Einschätzung trug vor allem die Verunsicherung darüber bei, ob mit Portugal ein weiteres Euro-Land Hilfen aus dem Rettungsschirm von EU und IWF beantragen muss.

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