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28.08.2012

22:53 Uhr

Börse New York

Wall Street wartet auf Bernanke

Die Wall Street hat uneinheitlich geschlossen. Die Händler warten auf Signale der US-Notenbank. Die durchwachsenen Konjunkturdaten lassen kaum Schlüsse auf Fed-Entscheid zu. Heinz-Aktien auf 13-Jahres-Hoch.

Händler an der Wall Street: Schlechte Konjunkturdaten drücken auf die Laune der Anleger. (Spencer Platt/Getty Images/AFP) AFP

Händler an der Wall Street: Schlechte Konjunkturdaten drücken auf die Laune der Anleger. (Spencer Platt/Getty Images/AFP)

Düsseldorf/New YorkDie US-Börsen haben vor einer mit Spannung erwarteten Rede von Fed-Chef Ben Bernanke keine klare Richtung gefunden. Aus durchwachsenden Konjunkturdaten konnten Händler am Dienstag keine eindeutigen Schlüsse ziehen, ob und wenn ja wie die US-Notenbank die amerikanische Wirtschaft erneut stützen wird. So brach einerseits die Stimmung der US-Konsumenten im August unerwartet stark ein und trübte sich auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten ein. Auf der anderen Seite signalisierte der S&P/Case-Shiller-Index für 20 Metropolregionen bereits den fünften Monat in Folge einen Anstieg der Immobilienpreise. "Wir hoffen alle, das lässt der Fed Spielraum, uns mit Geld zu überschütten", frohlockte Jack Ablin von der Harris Private Bank in Chicago. Den zweiten Tag in Folge blieb das Handelsvolumen extrem dünn.

Der Tag an den Märkten (Stand:17:35 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Bernanke spricht am Freitag auf dem traditionellen Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming . Viele Händler hoffen auf ein weiteres Programm der US-Notenbank zur Ankurbelung der amerikanischen Wirtschaft (QE3). Nach Angaben des Chefs der Fed von Dallas, Richard Fisher, haben sich US-Notenbanker bislang nicht auf weitere Schritte zur Lockerung der Geldpolitik geeinigt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 13.102 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.081 und 13.147 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1409 Punkten, ein Abschlag von 0,1 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent und ging mit 3077 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt drückten aufflammende Sorgen um Spanien sowie Gewinnmitnahmen den Dax 0,6 Prozent tiefer auf 7002 Punkte.

Die Woche an den Märkten

Montag

In Deutschland werden die Außenhandelspreise und der Ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Die Unternehmensanalysten warten auf Zahlen von BayernLB, Corealkredit Bank und Tiffany.

Dienstag

Analysten blicken auf den deutschen GfK-Konsumklimaindex, einen schweizerischen Konsumindikator, Wachstumszahlen aus Spanien und das US-Verbrauchervertrauen. Italien und Spanien emittieren Staatsanleihen. Die WGZ Bank hält ihre Halbjahres-PK ab. Unternehmensdaten kommen von Schaeffler, Crédit Agricole, L'Oréal, Bawag.

Mittwoch

Es stehen deutsche Verbraucherpreise, ein schweizerisches Konjunkturbarometer, das französische Geschäftsklima, das italienische Verbrauchervertrauen sowie US-Wachstumsdaten und der Fed-Konjunkturbericht an. Italien begibt Staatsanleihen. Unternehmensdaten kommen von Dekabank, NordLB, Eurokai, Volvo, Raiffeisen International.

Donnerstag

Die Analysten haben den deutschen Arbeitsmarkt, das italienische Geschäftsklima sowie Wirtschaftsvertrauen, Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen für die Euro-Zone auf dem Schirm. Die USA veröffentlichen Haushaltsdaten der Privaten sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Zahlen bieten DZ Bank, Deutsche Apotheker- und Ärztebank, Cat Oil, EVN, Baloise.

Freitag

Aus Japan kommen die Verbraucherpreise, Daten zum Arbeitsmarkt und zur Industrieproduktion. Für Deutschland werden Einzelhandelsumsätze, für die Euro-Zone ein Verbraucherpreisindex und Arbeitsmarktdaten publiziert. Aus USA kommen der Einkaufsmanagerindex, das Verbrauchervertrauen und Auftragseingänge. US-Notenbankpräsident Bernanke hält eine wichtige Rede.

Bei den Einzelwerten standen Titel von Gilead Sciences, Lexmark und Apple im Fokus. Die Titel des Pharma-Konzerns Gilead stiegen um 0,8 Prozent, nachdem die US-Pharmabehörde FDA am Vortag die Zulassung für ein Kombinationsmittel gegen HIV erteilt hatte. Lexmark-Aktien legten mehr als 13 Prozent zu. Das Unternehmen kündigte an, sich künftig auf das einträglichere Geschäft mit Software und Bildern zu konzentrieren und keine Tintenstrahl-Drucker mehr herzustellen. Bei Apple stand auch am Dienstag weiter der Streit mit Samsung im Blickpunkt: Der Hersteller von iPhones, iPads und Mac-Computern beantragte ein Verkaufsverbot für acht Handys der Südkoreaner in den USA. Apple-Titel wurden nach starken Gewinnen am Vortag 0,1 Prozent tiefer gehandelt.

Aktien des Ketchup-Herstellers H.J. Heinz sprangen mit 58,24 Dollar auf den höchsten Stand seit mehr als 13 Jahren. Im ersten Geschäftsquartal stieg der Gewinn stärker als von Experten erwartet. Grund waren das Wachstum in Schwellenländern, höhere Produktivität, bessere Margen sowie Steuervorteile. Der Anteilsschein ging 1,7 Prozent höher bei fast 57,41 Dollar aus dem Handel.

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Allerdings gibt es Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der US-Wirtschaft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 520 Millionen Aktien den Besitzer. 1661 Werte legten zu, 1260 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,36 Milliarden Aktien 1433 im Plus, 994 im Minus und 131 unverändert.

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Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Wutbuerger

28.08.2012, 23:02 Uhr

Der Tip mit Heinz-Ketchup ist gut. Danke, Handelsblatt.

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