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17.01.2014

01:02 Uhr

Börse New York

Wall Street wartet auf Bilanzen

Nach zwei Tagen der Gewinne und einem Rekord haben Bankenaktien dem Höheflug der US-Börsen ein Ende versetzt. Goldman und Citigroup enttäuschten.

Wie der Wall-Street-Handel lief

Video: Wie der Wall-Street-Handel lief

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New YorkEnttäuschende Quartalsbilanzen von Unternehmen wie Goldman Sachs und Citigroup haben am Donnerstag die Wall Street belastet. Der S&P 500 wurde zudem von Aktien der weltgrößten Elektronikmarktkette Best Buy nach unten gezogen, die die Anleger mit überraschend schwachen Zahlen vom Weihnachtsgeschäft schockierte.

Noch am Mittwoch war der S&P auf ein Rekordhoch gestiegen, nachdem das Barometer im vergangenen Jahr schon um 30 Prozent zugelegt hatte. „Aktien sind auf diesem Niveau ein bisschen teurer, aber ich glaube nicht, dass eine Korrektur unmittelbar bevorsteht“, sagte Oliver Pursche von Gary Goldberg Financial Services.

Der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte ging um 0,4 Prozent auf 16.417 Punkte zurück. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen den Marken von 16.375 und 16.477. Der S&P sank um 0,1 Prozent auf 1845 Zähler. Dagegen stand beim Nasdaq ein Plus von 0,1 Prozent auf 4218 Stellen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 9717 Punkte aus dem Handel.

Goldman und Citi litten im abgelaufenen Quartal unter einem schwächeren Anleihenhandel. Dies trug dazu bei, dass der Gewinn bei Goldman um ein Fünftel zurückging. Im Dow gehörte das Papier mit einem Minus von zwei Prozent zu den größten Verlierern. Citigroup-Aktien büßten sogar 4,3 Prozent ihres Wertes ein.

Die Anleger von Best Buy flüchteten nach einem schwachen Weihnachtsgeschäft regelrecht aus der Aktie. Die Papiere brachen im S&P 500 um knapp 29 Prozent auf 26,83 Dollar ein, nachdem sich nun zeigte, wie schwer die Elektronikkette unter der Online-Konkurrenz leidet. Rabattschlachten hatten den Gewinn deutlich schrumpfen lassen. Analyst Ian Gordon von S&P Capital IQ senkte prompt sein Kursziel um 11 auf 29 Dollar.

Wenig Begeisterung löste auch der Geschäftsbericht und Ausblick des Klebstoffe-Herstellers H.B. Fuller aus. Die Anteilsscheine büßten mehr als drei Prozent ein. Ungeachtet einer Gewinnsteigerung im vergangenen Jahr verloren die Titel von UnitedHealth 2,78 Prozent. Die Zahlen waren insgesamt wie erwartet ausgefallen, dennoch waren die Titel des Krankenversicherers Schlusslicht im Leitindex Dow.

Der Konsumgüter- und Medizintechnikproduzent Johnson & Johnson (J&J) will sein Diagnostikgeschäft an den Finanzinvestor Carlyle Group verkaufen. Für die Tochter Ortho Clinical Diagnostics soll J&J 4,15 Milliarden Dollar (3 Mrd Euro) erhalten. Die ebenfalls im Dow gelisteten Aktien sanken um 0,17 Prozent.

Für Enttäuschung sorgte auch das Bahnunternehmen CSX, das weniger Gewinn als erwartet schrieb. Zwar beförderte der Frachtkonzern auf seinen Gleisen mehr Chemikalien, Autos und Agrarprodukte. Das konnte aber die Schwäche bei Kohle nicht ausgleichen. Deshalb fiel die Aktie um knapp sieben Prozent.

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