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22.01.2010

14:52 Uhr

Börse New York

Wall Street zeigt sich tief verunsichert

Die US-Börsen haben die für den Dow Jones schlechteste Woche seit März 2009 beendet. Die Nachrichten aus der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison drückten den dritten Tag in Folge auf die Stimmmung – und die Unruhe im Bankensektor in Reaktion auf die Pläne von Präsident Obama reißt nicht ab. Technologiewerte zogen den Markt sogar noch weiter in die Tiefe.

Bankaktien stehen zunächst auf den Verkaufslisten, weil unklar ist wie die geplanten Reformen die Finanzbranche treffen werden. Quelle: ap

Bankaktien stehen zunächst auf den Verkaufslisten, weil unklar ist wie die geplanten Reformen die Finanzbranche treffen werden.

HB NEW YORK. Belastet von Einbrüchen bei Technologie- und Finanzwerten haben die US-Börsen am Freitag ihre Talfahrt ungebremst fortgesetzt. Die Anleger reagierten Händlern zufolge immer noch mit teils massiven Verkäufen auf die Pläne von Präsident Barack Obama zur Regulierung der Bankenbranche. Auch die Entwicklung des Dollar und in dem Zusammenhang die der Rohstoffpreise, wurde weiter mit Aufmerksamkeit verfolgt.

Derivatehandel setzt auf Korrektur

Anleger mieden Bankenwerte aus Sorge, dass die vorgeschlagenen Reformen die Gewinne der Finanzbranche empfindlich treffen werden. Die Anleger reagierten zudem kritisch darauf, dass sie noch länger auf die Bestätigung von Notenbankchef Ben Bernanke für eine zweite Amtszeit warten müssen. Zudem beobachteten Marktteilnehmer, dass institutionelle Derivatehändler derzeit bei Bankaktien und Einzelhandelstiteln auf eine deutliche Korrektur nach unten setzten.

Hinzu kamen als weitere Belastungsfaktoren negativ aufgenommene Unternehmensnachrichten von Google und vom Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) , sagten Börsianer. Zudem beobachteten Marktteilnehmer, dass institutionelle Derivatehändler derzeit bei Bankaktien und Einzelhandelstiteln auf eine deutliche Korrektur nach unten setzten.

S&P-500 unter 1 100 Punkten

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab zum Handelsschluss 2,1 Prozent auf 10 172 Punkte nach. Damit rutschte er auf den tiefsten Stand seit November 2009. Auf Wochensicht bedeutete dies ein sattes Minus von 4,12 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 2,2 Prozent auf 1 091 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte sogar 2,7 Prozent ein und schloss bei 2 205 Stellen.

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