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19.06.2015

23:19 Uhr

Börse New York

Wallstreet driftet zum Wochenschluss ins Minus

Nach dem Allzeithoch der Nasdaq sammelt die Wall Street zum Ausklang der Woche erst einmal ihre Kräfte. Vor der spannenden Woche im Zeichen Griechenland halten sich die Anleger zurück.

Ziel: Zarte Zinswende. AFP

Börsenhandel in New York

Ziel: Zarte Zinswende.

New YorkNach einer dreitägigen Gewinnserie haben die US-Aktienmärkte am Freitag im Minus geschlossen. Ein Anlagestratege sprach von einer Atempause nach dem deutlichen gestrigen Anstieg. Am Donnerstag hatte die Wall Street von Signalen für eine weiter lockere Geldpolitik der US-Notenbank profitiert. Eine Fortsetzung der jüngsten Rally sei indes ungewiss, so lange es keine greifbaren und positiven Ergebnisse in der griechischen Schuldenkrise gebe, so der Experte weiter.

Der Dow Jones Industrial weitete seine Verluste im Handelsverlauf aus und schloss 0,56 Prozent tiefer bei 18 014,28 Punkten. Auf Wochensicht behauptete der Leitindex jedoch ein Plus von 0,64 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index sank am Freitag um 0,54 Prozent auf 2109,76 Punkte. Der am Vortag auf einen Rekord gekletterte Nasdaq-Composite-Index gab 0,31 Prozent auf 5117,00 Punkte nach, und für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,41 Prozent auf 4513,42 Punkte nach unten.

Zum Ende ihrer zweitägigen Sitzung hatte die Fed am Mittwoch den Leitzins wie allgemein erwartet nahe null Prozent belassen. Zudem hatte Fed-Chefin Janet Yellen die Ängste vor einer möglicherweise schnellen Straffung der Geldpolitik mit dem Hinweis gedämpft, Konjunktur und Inflation hätten sich nach dem schwachen ersten Quartal zwar verbessert, seien aber noch nicht zufriedenstellend.

Für das griechische Schuldendrama scheint aber nach wie vor kein Happy End in Sicht. Nach einem ergebnislosen Treffen der Euro-Finanzminister wollen sich nun am Montag die Staats- und Regierungschefs der Euroländer treffen, um über die Zukunft des hoch verschuldeten Landes zu beraten.

Donald Tusk, der Präsident des Europäischen Rates, lud zudem Vertreter der weiteren Geldgeber Griechenlands zum Sondertreffen ein: Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, sowie den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi. Auch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Jeroen Dijsselbloem, Chef der Eurogruppe, also der Finanzminister der Euro-Staaten, werden erwartet. Die EZB erhöhte unterdessen abermals die ELA-Notkredite für die griechischen Banken, wie es in einem Medienbericht hieß.

Kursbewegende Nachrichten von US-Unternehmen waren vor dem Wochenende rar. Conagra-Aktien sprangen an der S&P-500-Spitze um 10,86 Prozent hoch, nachdem der Hedge-Fonds Jana Partners mitgeteilt hatte, einen Anteil von 7,2 Prozent an dem Nahrungsmittelhersteller erworben zu haben.

Eine weniger gute Nachricht aus dem Lebensmittelsektor kam hingegen von Hershey. Der Süßwaren-Produzent hat wegen schleppender Geschäfte in China sein Gewinnziel für das laufende Jahr reduziert und will 300 Arbeitsplätze abbauen. Hershey-Titel verloren 3,49 Prozent.

Die Papiere von Fitbit knüpften mit plus 9,50 Prozent an das starke Börsendebüt vom Vortag an. Die Titel des Anbieters von Fitness-Armbändern hatten am Donnerstag ihren ersten Handelstag mit einem Kurssprung von 48 Prozent beendet.

Der Euro trotzte den Sorgen wegen Griechenland und kostete zuletzt 1,1352 US-Dollar. Am Markt für US-Staatsanleihen stieg der Kurs richtungweisender zehnjähriger Papiere um 20/32 Punkte auf 98 24/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,27 Prozent.

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