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23.12.2011

22:47 Uhr

Börse New York

Wallstreet verbucht Gewinne

Trotz widersprüchlicher US-Konjunkturdaten haben die Aktien an der Wall Street zugelegt. Die Anleger haben sich nicht irritieren lassen und am letzten Handelstag vor Weihnachten noch einmal kräftig investiert.

Händler an der Wallstreet: Am letzten Handelstag vor Weihnachten ging es moderat nach oben. AFP

Händler an der Wallstreet: Am letzten Handelstag vor Weihnachten ging es moderat nach oben.

New YorkDie US-Börsen haben am Freitag trotz durchwachsener Konjunkturdaten weiter zugelegt. Der Häusermarkt in den USA verzeichnete im November leichte Zuwächse. Allerdings fiel das Wachstum bei Konsum und nichtmilitärischen Investitionsgütern ohne Flugzeuge nur sehr gering aus. Positiv wirkte sich die Einigung des US-Kongress über die Lohnsteuer aus, deren niedrigerer Satz für zwei Monate verlängert wurde.

Brian Battle, ein Händler bei Performance Trust Capital Partners in Chicago, warnte allerdings davor, zuviel in die Gewinne an den Börsen in den letzten Tagen hineinzulesen. Die europäische Schuldenkrise sei noch immer ungelöst, das Wachstum schwach und die US-Präsidentschaftswahl werfe ihre Schatten voraus. „Wir sollten uns alle davor hüten, die Probleme als erledigt anzusehen. Im Januar könnte alles wieder hin sein“, sagte Battle.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zuletzt mit einem Plus von einem Prozent bei 12.293 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.169 und 12.297 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1265 Punkten, ein Plus von 0,9 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 2618 Punkte. Auf Wochensicht gewann der Dow Jones 3,6 Prozent, der S&P 500 legte 3,7 Prozent zu und die Nasdaq verzeichnete ein Plus von 2,5 Prozent. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 5878 Punkten aus dem Handel. Wegen der bevorstehenden Feiertage blieb am Freitag das Handelsvolumen aber gering.

Großbestellungen in der Luftfahrt bescherten der US-Industrie im November ein überraschend großes Auftragsplus. Die Orders für langlebige Güter stiegen um 3,8 Prozent nach einer Stagnation im Monat davor. Analysten hatten nur mit einem Plus von zwei Prozent gerechnet. Wird der Transportsektor aber ausgeklammert, zogen die Aufträge nur um 0,3 Prozent an.

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Wegen nur langsam steigender Einkommen und hoher Arbeitslosigkeit üben sich zudem die US-Verbraucher in Kaufzurückhaltung. Im November stecken sie 0,1 Prozent mehr in den Konsum als im Vormonat. Analysten hatten ein Plus von 0,3 Prozent vorhergesagt.

Der Häusermarkt im November überraschte die Analysten dagegen positiv. Die Zahl der verkauften Eigenheime stieg laut Handelsministerium um 1,6 Prozent. Der Schätzung zufolge wurden aufs Jahr hochgerechnet 315.000 Neubauten verkauft und damit so viele wie seit sieben Monaten nicht. „Vor allem deutet das freundlichere Bild bei den Immobilien darauf hin, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessert hat“, sagte Jim Paulsen von Wells Capital Management.

Die Aktien von Sunpower legten 2,6 Prozent auf sechs Dollar zu. Der Solaranlagen-Anbieter will den Rivalen Tenesol für 165 Millionen Dollar kaufen. Tenesol gehört zum französischen Ölkonzern Total. Total wiederum will seinen Anteil an Sunpower auf 66 Prozent anheben und dafür 8,80 Dollar pro Aktie zahlen.

Kräftig zulegen konnte auch Rambus. Der Spezialist für die Lizenzierung von Technologien unterzeichnete ein Patentabkommen mit Broadcom. Die Rambus-Aktie gewann 12,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 480 Millionen Aktien den Besitzer. 2064 Werte legten zu, 903 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 970 Millionen Aktien 1358 im Plus, 1172 im Minus und 151 unverändert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Olli

24.12.2011, 00:14 Uhr

Aktienpreisinflation nennt man also Investition? Komisch, was eine manipulierte nominale Preisverschiebung alles so sein kann! Man kann dadurch die breite Masse schädigen, weil man der kaum Zinsen fürs Ersparte bietet und zockt sie dann über steigende Produktpreise am Realgütermarkt ab. So werden wir gezwungen, unser Erspartes in die eigene Preiserhöhung zu investieren (manchmal auch gegen die Erhöhung!), damit die Händler satte Prämien einstreichen können und die Banken bestens verdienen. Ich schäme mich eigentlich dafür, dass ich Teil dieses dreckigen Spieles sein muss, um nicht bankrott zu gehen. - Scham!!!

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