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20.09.2016

23:04 Uhr

Börse New York

Warten auf Notenbanken lähmt die Anleger

Auch die US-Anleger glauben nicht an eine Zinserhöhung im Dezember. Das stützte den Aktienmarkt – die Kurse an der Wall Street schlossen am Dienstag wenig verändert. Für Gesprächsstoff sorgt eine Milliardenübernahme.

Auch an den US-Börsen wartet man gespannt auf die Fed-Entscheidung. AFP; Files; Francois Guillot

Händler in New York

Auch an den US-Börsen wartet man gespannt auf die Fed-Entscheidung.

New YorkEinen Tag vor den mit Spannung erwarteten Entscheidungen der Notenbanken der USA (Fed) und Japans (BOJ) haben die Kurse an der Wall Street am Dienstag wenig verändert tendiert. In der Nacht zum Mittwoch wird zunächst die BOJ ihren Zinsentscheid bekanntgeben, später folgt am Abend (MESZ) die Fed. Für etwas Auftrieb an den US-Börsen sorgten ferner Übernahmespekulationen in der Pharmabranche.

Die große Mehrheit der Experten geht davon aus, dass am Mittwoch die US-Notenbank Fed den Zins vorerst nicht weiter erhöht. Zudem wird erwartet, dass die japanische Zentralbank ihren geldpolitischen Lockerungskurs fortsetzt. Gegen Handelsende am Dienstag seien die Anleger aber trotzdem auf Nummer sicher gegangen, hieß es.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,1 Prozent auf 18.130 Punkte. Der breiter gefasste S&P blieb unverändert mit 2140 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 5241 Zähler. In Frankfurt ging der Dax 0,2 Prozent fester bei 10.394 Punkten aus dem Handel.

"Die Investoren haben sich stärker darauf eingestellt, dass eine Entscheidung der Fed für eine Zinsanhebung auf künftige Treffen verschoben wird", sagte Anlagestratege Paul Springmeyer von U.S. Bank. "Doch es herrscht eine größere Unsicherheit darüber, was Japan tun wird."

US-Konjunkturdaten deuten auf Verzögerung bei Zinserhöhung

Vor allem mit Blick auf die Fed rechnen Marktbeobachter wegen der weiterhin nur durchwachsenen Wirtschaftsdaten erst Ende des Jahres mit einer Fortsetzung der Ende 2015 gestarteten und seither stockenden Zinswende.

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Da passt es ins Bild, dass jüngste Daten zum Häusermarkt enttäuschten: Der Rückgang bei den Neubauten war im August deutlich höher ausgefallen als erwartet. Außerdem waren die Baugenehmigungen überraschend zurückgegangen. Die Aktien des Wohnungsbauunternehmens Lennar sackten denn auch um 3,53 Prozent ab, obwohl Lennar mit seinen jüngsten Quartalszahlen besser abgeschnitten hatte als gedacht.

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