Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.11.2011

19:58 Uhr

Börse New York

Zentralbanken-Aktion verleiht Wall Street Flügel

Eine abgestimmte Aktion der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank sowie weiteren Notenbanken treibt die Finanzmärkte auf der ganzen Welt nach oben. Die US-Börsen legen über drei Prozent zu.

Händler auf der ganzen Welt feiern die gemeinsame Aktion der Notenbanken. Reuters

Händler auf der ganzen Welt feiern die gemeinsame Aktion der Notenbanken.

New YorkDie koordinierte Aktion der wichtigsten Notenbanken hat die Wall Street beflügelt. Die Zentralbanken der Eurozone, der USA, Kanadas, Japans, Großbritanniens und der Schweiz stellen den Banken mehr Geld zur Verfügung. So sollen die Spannungen an den Märkten reduziert und damit auch die Realwirtschaft unterstützt werden. Mit dem Schritt wollen die Notenbanken das globale Interbankensystem ausreichend mit Dollar versorgen. Vor allem für europäische Banken war es zuletzt schwer geworden, günstig an die US-Währung zu kommen. Wegen der Schuldenkrise waren sie nahezu vom US-Geldmarkt abgeschnitten. Die wichtigste Weltreservewährung ist jedoch zentral für ihre Geschäfte.

Zuvor hatte die chinesische Notenbank bereits ihre Geldpolitik gelockert. Sie senkte die Mindestreserve-Quote für die größten Institute. Händler werteten die Schritte als positiv. „Wie groß und nachhaltig dieser Aufschwung ausfällt, wissen wir aber erst, wenn klar ist, wie die europäischen Märkte - besonders die Anleihenmärkte - auf den Vorstoß reagieren“, sagte Peter Kenny von Knight Capital in New Jersey.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 3,5 Prozent auf 11.962 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 3,4 Prozent auf 1236 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 3,3 Prozent auf 2598 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von fünf Prozent bei der Marke von 6088 Punkten aus dem Handel.

Zu den größten Profiteuren der Aktion der Notenbanken gehörten die Finanz- und Rohstofftitel. Der S&P-Rohstoffindex legte 4,7 Prozent zu. Die Papiere der Bank of America gewannen 2,4 Prozent, die von Citigroup 5,7 Prozent und die von JPMorgan Chase 6,3 Prozent.

Die Aktie von der American Airlines Mutter AMR erholte sich nach dem gestrigen Kurssturz von über 80 Prozent deutlich. Die Fluggesellschaft habe genug Mittel, um trotz des beantragten Gläubigerschutzes weiter im Geschäft zu bleiben, sagte Ray Neidl von Maxim Group. Auch eine Übernahme durch U.S. Airways hält Neidl für möglich. Das AMR-Papier verteuerte sich um 42 Prozent.

Gute Nachrichten kamen auch vom US-Arbeitsmarkt. Die US-Privatwirtschaft schuf im November unerwartet viele neue Stellen. Einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge stieg die Zahl um 206.000. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Plus von 130.000 gerechnet.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×