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19.05.2016

00:20 Uhr

Börse New York

Zinsprotokoll der US-Notenbank belastet New Yorker Börsen

Das Sitzungsprotokoll der Fed hat bei den Händlern an der Wall Street für keine Überraschung gesorgt. Aufgrund der Uneinigkeit der Währungshüter sind die US-Börsen allerdings uneinheitlich aus dem Handel gegangen.

Gespanntes Warten auf ein Zinssignal der US-Notenbank Fed. AFP; Files; Francois Guillot

Aktienhändler an der New Yorker Börse

Gespanntes Warten auf ein Zinssignal der US-Notenbank Fed.

New YorkDie Wall Street hat am Mittwoch belastet vom Zinsprotokoll der US-Notenbank Federal Reserve uneinheitlich geschlossen. Die Fed fasst bei starken Anzeichen für einen stabilen Aufschwung eine Zinserhöhung im kommenden Monat ins Auge. Die meisten Währungshüter waren laut der Mitschrift der April-Sitzung der Meinung, dass eine Straffung im Juni angebracht sein könnte. Sie wollen dafür allerdings weitere Signale einer anziehenden Konjunktur sehen. Zudem ist es aus Sicht der Fed-Führungsmitglieder notwendig, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter aufhellt und die unerwünscht niedrige Inflation steigt.

Einige Fed-Mitglieder äußerten die Sorge, dass die Finanzmärkte die Aussicht auf eine baldige Zinserhöhung womöglich nicht richtig eingeschätzt hätten. An den Börsen war zuletzt kaum noch mit einer raschen Anhebung gerechnet worden. Viele Ökonomen tippten auf eine Erhöhung im September oder gar erst zum Jahresende.

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Der Dow-Jones-Index schloss unverändert mit 17.527 Punkten. Der breiter gefasste S&P trat mit 2048 Punkten ebenfalls auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann dagegen 0,5 Prozent auf 4739 Zähler. Vor Veröffentlichung des Protokolls hatten alle drei Marktbarometer ein Plus gezeigt. In Frankfurt beendete der Dax den Handel 0,5 Prozent fester bei 9943 Punkten.

Bei den Einzelwerten waren vor allem die Finanzwerte in der Hoffnung auf steigende Zinsen gefragt. Bank of America legten 4,9 Prozent zu, JPMorgan erhöhten sich um 3,9 Prozent und Citigroup um fünf Prozent.

Nicht so gut wie bei den Finanztiteln lief es für Aktien von Einzelhandelsunternehmen, nachdem der Branchenriese Target Geschäftszahlen unter den Erwartungen vorgelegt hatte. Target-Papiere verloren 7,6 Prozent und zogen auch die Anteilsscheine von Rivalen mit in die Tiefe: Wal-Mart verloren drei Prozent und Costco Wholesale 1,6 Prozent.

Die Baumarktkette Lowe's legte dagegen nach überraschend guten Geschäftszahlen gut drei Prozent zu. Auch für Tesla ging es mit einem Plus von 3,2 Prozent aufwärts, nachdem die Papiere des Elektroauto-Bauers von Goldman Sachs heraufgestuft worden waren.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 770 Millionen Aktien den Besitzer. 1043 Werte legten zu, 1989 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 1636 im Plus, 1170 im Minus und 159 unverändert.

Die US-Kreditmärkte ließen nach dem Fed-Protokoll Federn. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 1-1/32 auf 97-24/32. Die Rendite stieg auf 1,87 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 1-22/32 auf 96-16/32 und rentierte mit 2,67 Prozent.

Von

rtr

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