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19.05.2016

22:30 Uhr

Börse New York

Zinssorgen drücken Wall Street ins Minus

Eine mögliche Zinserhöhung in den USA hat die Wall Street belastet: Unerwartet gute Quartalszahlen von Walmart und Cisco dämmten die Verluste ein. Bei den Anlegern kam die potenzielle Monsanto-Übernahme gut an.

Sorgen um eine Zinserhöhung schon im Juni belasten die Kurse. AFP; Files; Francois Guillot

Händler an der Wall Street

Sorgen um eine Zinserhöhung schon im Juni belasten die Kurse.

New YorkAngesichts wachsender Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung in den USA haben die Aktienanleger an den New Yorker Börsen am Donnerstag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Besser als erwartete Quartalszahlen von Wal-Mart und Cisco dämmten die Verluste jedoch ein.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer auf 17.435 Punkten. Der breiter gefasste S&P gab um 0,4 Prozent auf 2040 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,6 Prozent auf 4713 Zähler. In Frankfurt ging der Dax 1,5 Prozent tiefer auf 9795,89 Punkten aus dem Handel, der EuroStoxx50 verlor 1,3 Prozent auf 2919,22 Zähler.

Die US-Notenbanker halten laut dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der April-Sitzung der Fed eine Zinserhöhung im Juni für angebracht - sollte die Konjunktur weiter anziehen. „Die Daten heute waren aber nicht so überzeugend. Viele fürchten, dass die Weltwirtschaft eine weitere Zinserhöhung zum jetzigen Zeitpunkt nicht verkraften wird“, sagte ein Händler.

Für Verunsicherung sorgt auch der Termin der nächsten Fed-Sitzung am 15. Juni - etwa eine Woche vor der Abstimmung der Briten über einen EU-Verbleib am 23. Juni. Das sorge zusätzlich für hohe Volatilität. Der einflussreiche Fed-Chef von New York, William Dudley, sagte, dass eine Zinserhöhung im Juni oder Juli eine Option sei.

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Die mögliche Übernahme des Konkurrenten Monsanto lässt die Bayer-Aktien abstürzen. Der Marktwert des Chemie- und Pharmakonzerns purzelt und der Dax gleich mit. Warum die Wirkung so groß ist – und was Analysten sagen.

Gesprächsthema Nummer eins war die mögliche Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto durch Bayer. Einzelheiten zu den vorläufigen Übernahmegesprächen gaben beide Unternehmen nicht preis. Monsanto wird an der Börse derzeit mit gut 42 Milliarden Dollar bewertet, Bayer bringt das Doppelte auf die Waage. Doch viele Anleger fürchten, dass Bayer neues Kapital aufnehmen muss, um sich den Hersteller des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat einzuverleiben. Die Bayer-Aktien sackten um 8,2 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 88,18 Euro ab. Lachende Gesichter dagegen bei den Monsanto-Aktionären : Die Titel sprangen in New York um 3,5 Prozent in die Höhe.

Beim Netzwerkausrüster Cisco stützt das Geschäft mit Firewalls. Die Papiere gewannen rund drei Prozent an Wert.

Wal-Mart -Papiere ragten mit einem Kurssprung von fast zehn Prozent hervor. Der weltgrößte Einzelhändler profitiert von florierenden Filialen auf dem US-Heimatmarkt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 950 Millionen Aktien den Besitzer. 854 Werte legten zu, 2164 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 841 im Plus, 1960 im Minus und 156 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gingen nach dem Abschlägen am Vortag auf Erholungskurs. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 10/32 auf 97-31/32. Die Rendite sank auf 1,8487 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 30/32 auf 97-3/32 und rentierte mit 2,6401 Prozent.

Von

rtr

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