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24.05.2016

22:24 Uhr

Börse New York

Zinsspekulationen beflügeln Wall Street

US-Notenbanker signalisierten baldige Zinserhöhung, die möglicherweise schon im Juli kommen könnte. Das schob am Dienstag den Finanzsektor kräftig an. Bank of America, Citigroup und JPMorgan-Papiere legten zu.

Händler an der New Yorker Stock Exchange. AP

Bewegung auf dem Parkett

Händler an der New Yorker Stock Exchange.

New YorkDie Wall Street hat beflügelt von Kursgewinnen bei Bankenwerten am Dienstag zugelegt. Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung hätten den Finanzsektor angeschoben, sagten Börsianer. Mehrere führende Zentralbanker hatten zuletzt eine Zinserhöhung in den USA signalisiert. Händler gehen derzeit jedoch von Juli als wahrscheinlichem Termin für einen nächsten Schritt nach oben aus und nicht schon im Juni. Die nächste Entscheidung über die Geldpolitik findet zudem wenige Tage vor dem britischen Referendum über einen Verbleib in der Europäischen Union statt, was zusätzlich für Nervosität sorgt. Mit Spannung wird daher eine Diskussionsrunde mit US-Notenbankchefin Janet Yellen am Freitag erwartet.

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Wie der Wall Street Handel lief: Monsanto will Bayer nicht

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent höher bei 17.706 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte um 1,4 Prozent auf 2076 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann zwei Prozent auf 4861 Zähler.

Bei den Einzelwerten gingen Best-Buy -Titel auf Talfahrt, nachdem der Umsatz des US-Elektronikhändlers das dritte Quartal in Folge gesunken war. Die Aktien verloren mehr als sieben Prozent.

Vor allem Bankenpapiere profitierten von den Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung. Die Aktie der Bank of America rückten um 1,5 Prozent vor, Citigroup-Scheine um 1,7 Prozent und JPMorgan-Titel um 1,7 Prozent.

Monsanto -Papiere verteuerten sich um 3,1 Prozent. Der US-Saatgutriese hält die 62 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte von Bayer für zu niedrig.

Twitter gaben 2,6 Prozent nach, nachdem ein Broker die Anteilsscheine auf "verkaufen" von zuvor "neutral" heruntergestuft hatte.

In den USA zieht das Geschäft mit Einfamilienhäusern überraschend kräftig an. Die Zahl der verkauften Neubauten stieg im April zum Vormonat um 16,6 Prozent auf eine Jahresrate von 619.000 Einheiten. Das ist das höchste Niveau seit Januar 2008. Einen derart starken prozentualen Anstieg hat es zudem seit Anfang 1992 nicht mehr gegeben. Experten hatten lediglich eine Zahl von 523.000 Einheiten für April erwartet.

An den europäischen Aktienmärkten gaben Schnäppchenjäger den Ton an. Der Dax stieg um 2,2 Prozent auf 10.057 Punkte. Der EuroStoxx50 legte 2,6 Prozent auf 3010 Zähler zu. "Der Sprung beim Dax über die 10.000er Marke wurde von vielen als Kaufsignal verstanden", sagte ein Händler. Allerdings sei es eine rein technische Erholung aufgrund der Verluste vom Montag. "Der Optimismus ist auf Sand gebaut", warnte CMC-Markets-Analyst Jochen Stanzl. Es bestehe weiter große Unsicherheit über die US-Zinspolitik.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 890 Millionen Aktien den Besitzer. 2324 Werte legten zu, 701 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 2210 im Plus, 603 im Minus und 163 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben belastet durch die Zinsspekulationen nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 7/32 auf 97-26/32. Die Rendite stieg auf 1,8646 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 8/32 auf 96-31/32 und rentierte mit 2,6471 Prozent. (

Von

rtr

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