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19.02.2015

23:15 Uhr

Börse New York

Zitterpartie um Griechenland sorgt für Zurückhaltung

Die US-Anleger reagieren weiterhin verunsichert auf den ungelösten Streit zwischen Griechenland und seinen Gläubigern. Die wichtigsten US-Indizes verzeichnen Verluste und Wal-Marts Umsatzprognose enttäuscht die Anleger

Im Fokus der US-Anleger stehen heute Energiewerte. Diese geraten angesichts des günstigen Ölpreises unter Druck. dpa

New York Stock Exchange

Im Fokus der US-Anleger stehen heute Energiewerte. Diese geraten angesichts des günstigen Ölpreises unter Druck.

New YorkDie Unsicherheit über Griechenlands Verbleib in der Euro-Zone hat am Donnerstag für Zurückhaltung an der Wall Street gesorgt. Während Dow und S&P 500 Kursverluste verzeichneten, legte die Technologiebörse Nasdaq allerdings zu und kletterte auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Grund war der Online-Reiseanbieter Priceline, dessen Aktien über acht Prozent in die Höhe schossen. Der Expedia -Konkurrent übertraf mit seinen Zahlen zum vierten Quartal die Erwartungen des Marktes.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,2 Prozent tiefer bei 17.985 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2097 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen 0,4 Prozent auf 4924 Punkte zu. In Frankfurt schloss der Dax nach einem Hin und Her wegen des Schuldenstreits um Griechenland erstmals in seiner Geschichte über der Marke von 11.000 Punkten und verabschiedete sich 0,4 Prozent fester bei 11.001,94 Zählern.

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In den USA gingen viele Anleger auf Nummer sicher. Zwar stellte die Regierung in Athen einen Antrag auf Verlängerung der Kredithilfen. Deutschland und Finnland wiesen diesen aber als unzureichend zurück. Frankreich äußerte sich zuversichtlich, dass noch eine Lösung gefunden werden kann. Die Euro-Finanzminister treffen sich am Freitag in Brüssel zu den entscheidenden Beratungen über den griechischen Antrag. „Derzeit ist kaum zu erwarten, dass die Situation in Griechenland dramatische Auswirkungen auf die USA haben wird - außer dass sie eine Menge Volatilität mit sich bringt“, sagte Portfoliomanager Clem Miller von Wilmington International Funds.

An den US-Aktienmärkten standen insbesondere Energiewerte im Blick, die ein deutlicher Rückgang des Ölpreises unter Druck setzte. Exxon Mobil verloren 1,7 Prozent, Conoco Phillips gaben 0,5 Prozent nach.

Wal-Mart büßten 3,2 Prozent ein. Der Einzelhandelsriese senkte seine Umsatzprognose fürs laufende Geschäftsjahr und begründete dies mit nachteiligen Effekten durch den starken Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,69 Milliarden Aktien den Besitzer. 1452 Werte legten zu, 1581 gaben nach und 146 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,6 Milliarden Aktien 1440 im Plus, 1256 im Minus und 145 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die Kurse nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 12/32 auf 99/32. Die betrug 2,1098 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 27/32 auf 95-6/32 und rentierte mit 2,7363 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit den neuesten Daten zum US-Arbeitsmarkt. Diese ließen darauf schließen, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen früher anheben könnte.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Frank Bauer

19.02.2015, 17:47 Uhr

??? lol ... sind im plus

Herr Peter Spiegel

19.02.2015, 19:05 Uhr

Was so ein paar Griechen bewegen können. Die größten Volkswirtschaften werden erschüttert.

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