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03.05.2016

18:30 Uhr

Börse Saudi-Arabien

Zugang zum Aktienmarkt für Ausländer erleichtert

Seit knapp einem Jahr ist die Börse in Riad für Ausländer geöffnet, doch das Interesse blieb überschaubar. Um mehr ausländische Investoren zu locken, will Saudi-Arabien nun einige Begrenzungen lockern.

Saudi-Arabien will seine Wirtschaft umfassend umbauen, um die Abhängigkeit vom Energiesektor zu verringern. Ein zentraler Schritt ist der Börsengang von Aramco. Reuters

Der staatliche Energiekonzern Aramco

Saudi-Arabien will seine Wirtschaft umfassend umbauen, um die Abhängigkeit vom Energiesektor zu verringern. Ein zentraler Schritt ist der Börsengang von Aramco.

DubaiSaudi-Arabien will mit Reformen mehr ausländische Investoren an seine Börse locken. Die Kapitalmarktbehörde CMA kündigte am Dienstag an, einige Begrenzungen für ausländischen Besitz zu lockern und andere ganz zu streichen. So sollen nicht-saudische Investoren bis zu zehn Prozent statt bislang bis zu fünf Prozent an Unternehmen halten dürfen.

Auch Universitätsstiftungen erhalten Zugang. Saudi-Arabien hatte im Juni die Börse in Riad für Ausländer geöffnet. Das Interesse blieb jedoch überschaubar: Weniger als ein Prozent des Marktes von 408 Milliarden Dollar ist bislang in ausländischen Händen.

Zwar zeigten sich Experten erfreut über die Ankündigung. „Das wird die Börse in Gleichklang mit den internationalen Märkten bringen und ausländische Investoren bewegen, ihr Geld in saudische Aktien zu investieren“, sagte Sebastien Henin von der Beratungsgesellschaft „The National Investor“ in Abu Dhabi. Die Börse selbst tendierte allerdings im Minus.

Ein Grund könnte der Zeitrahmen für die Reformen sein: Der CMA zufolge soll erst Mitte 2017 angekündigt werden, wann die Neuerungen in Kraft treten. Das streng-muslimische Königreich leidet unter dem niedrigen Ölpreis. Der weltgrößte Ölproduzent hat deswegen einen umfassenden Umbau seiner Wirtschaft in Angriff genommen, um die Abhängigkeit vom Energiesektor zu verringern.

Ein zentraler Schritt ist dabei der geplante Börsengang des staatlichen Energiekonzerns Aramco. Das Unternehmen soll mit mehr als zwei Billionen Dollar bewertet werden, was ein Rekord wäre. Die neuen Börsenreformen könnten dies erleichtern.

Arbeitsminister Mufredsch al-Hakbani kündigte am Dienstag zudem weitere Reformen an, um insbesondere Jobs für Einheimische zu schaffen. Zwei Drittel der Saudis arbeiten für den Staat, während viele der gefährlichen und anstrengenden Arbeiten von den zehn Millionen Ausländern im Land erledigt werden.

Von

rtr

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