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07.09.2015

07:22 Uhr

Börse Schanghai

Regierung will strengere Regeln

Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen will die chinesische Regierung stärker durchgreifen und die Märkte stärker regulieren. Im Montagshandel schwankten in Schanghai die Kurse und belasteten die Börsen in Fernost.

In den vergangenen Wochen ist der chinesische Aktienmarkt massiv eingebrochen. Aktuell stabilisiert er sich. dpa

Chinesischer Drache

In den vergangenen Wochen ist der chinesische Aktienmarkt massiv eingebrochen. Aktuell stabilisiert er sich.

Schanghai/PekingChinas Börsenregulierer wollen die Aufsicht über die Märkte verschärfen. „Die Regierung wird normalerweise nicht eingreifen. Aber wenn es zu ernsten, abnormalen Fluktuationen an den Märkten kommt, kann die Regierung nicht einfach daneben sitzen”, erklärte die Aufsichtsbehörde CSRC am späten Sonntagabend. Stattdessen müsse die Regierung rechtzeitig entschiedene Maßnahmen zur Stabilisierung der Märkte ergreifen. Die Rede war von einem System, das den Handel bei erheblichen Kurseinbrüchen stoppen würde.

In der Mitteilung hieß es zudem, die Märkte seien stabiler als zuletzt. Die chinesischen Börsen sind seit Mitte Juni um etwa 40 Prozent eingebrochen. Im Montagshandel – die chinesischen Börsen öffneten in dieser Woche zum ersten Mal nach einer Feiertagspause wieder – war von der beschworenen Stabilität allerdings wenig zu spüren. Der Börsenhandel in China hat sich schwankend gezeigt. Nach anfänglichen Gewinnen drehten die wichtigsten Indizes im Laufe des Montags ins Minus, wenig später tendierten sie zum Teil wieder etwas fester.

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Auch eine Korrektur der chinesischen Wirtschaftszahlen dürfte auf die chinesischen Anleger eher ernüchternd gewirkt haben. China hat die Wachstumsrate für 2014 leicht nach unten revidiert. Statt 7,4 Prozent habe das Bruttoinlandsprodukt um 7,3 Prozent zugelegt, teilte das Nationale Statistikamt am Montag mit. Der Dienstleistungssektor sei nicht so stark gewachsen wie ursprünglich mitgeteilt. Für 2015 peilt die Regierung in Peking sieben Prozent Wachstum an. Jüngere Konjunkturdaten haben Zweifel aufkommen lassen, ob dies tatsächlich erreicht wird.

Das Hin und Her belastete auch die anderen Märkte in Fernost. Zudem hielt die Ungewissheit über den Zeitpunkt der Zinswende in den USA Anleger in Atem. Turbulenzen in China hatten zuletzt Zweifel an einer Zinserhöhung noch im September geschürt. Investoren fürchten, dass auch die Wirtschaft in den USA unter einem langsameren Wachstum in der Volksrepublik leiden könnte.

Der CSI 300 fiel 0,4 Prozent. Der SSE Composite bewegte sich mal im positiven, mal im negativen Bereich. In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index bis Mittag 0,3 Prozent auf 17.727 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,6 Prozent nach auf 1435 Zähler. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans büßte 0,7 Prozent ein, der Hang-Seng-Index 0,4 Prozent.

Von

rtr

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