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27.06.2013

08:43 Uhr

Börse Tokio

Aktien in Asien setzen Erholung fort

Die Akteure in Asien glauben, dass die US-Notenbank angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums in den USA ihre lockere Geldpolitik nicht ändern wird. Die japanische Börse schließt knapp drei Prozent höher.

Mitarbeiter der Börse Tokio sitzen vor ihren Rechnern. ap

Mitarbeiter der Börse Tokio sitzen vor ihren Rechnern.

TokioDie Hoffnung auf eine vorerst unveränderte lockere US-Geldpolitik zur Unterstützung der Konjunktur hat am Donnerstag den asiatischen Aktienmärkten Auftrieb verliehen. Die Lage an den chinesischen Geldmärkten beruhigte sich ebenfalls weiter.

Allerdings waren auch Schnäppchenjäger unterwegs und deckten sich zu günstigen Aktienkursen ein, wie Marktteilnehmer berichteten. "Der Markt erlebte eine technische Erholung wegen der niedrigen Kurse, die Aufwärtsbewegung dürfte aber voraussichtlich nicht zum Trend werden", sagte Lim Soo Gyoun von Samsung Securities.

Die Aussicht auf ein baldiges Ende der ultra-lockeren US-Geldpolitik sowie die Angst vor einer Kreditklemme in China hatten die asiatischen Aktienmärkte in den vergangen Tagen heftig unter Druck gebracht. Bereits am Mittwoch setzte aber eine Erholung ein, die sich nun fortsetzte.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,96 Prozent fester bei 13.213 Punkten. Damit knackte der Nikkei die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Zählern und schloss sogar deutlich darüber. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte um 1,8 Prozent zu. Er entfernte sich damit weiter von einem Elf-Monats-Tief, das er vor wenigen Tagen markiert hatte. Am Mittwoch verbuchte er ebenfalls Aufschläge in dieser Größenordnung - nach einer viertägigen Verlustserie.

Die Zinsen am chinesischen Geldmarkt entspannten sich den fünften Tag in Folge. Vergangene Woche waren sie aus Angst vor einer Kreditklemme in die Höhe geschossen und hatten die jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten ausgelöst.

Positiv nahmen Anleger nun auch auf, dass die US-Wirtschaft nach endgültigen Berechnungen im ersten Quartal deutlich schwächer wuchs als zunächst angenommen. Dies erzeugte bei Anlegern die Erwartung, dass die Fed wegen der mauen Konjunktur nicht vorzeitig den Geldhahn zudreht.

Bei den Einzelwerten stand erneut die Softbank -Aktie im Mittelpunkt. Die Titel legten um vier Prozent zu. Konkurrent Dish Networks ist endgültig aus dem Bieterrennen um Sprint Nextel ausgestiegen. Softbank hatte Dish mit einer höheren Offerte übertrumpft.

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Von

rtr

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