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01.10.2013

08:59 Uhr

Börse Tokio

Aktien in Asien trotz US-Stillstands stabil

Das US-Präsidialamt ordnet nach Fristablauf die Schließung von Behörden an. Japan erhöht im nächsten Jahr die Mehrwertsteuer. Dennoch steigen die Aktienkurse in Tokio leicht.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. ap

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioTrotz des Haushaltsnotstands in den USA haben sich der Dollar und die Aktienmärkte in Fernost am Dienstag weitgehend stabil gezeigt. Das US-Präsidialamt ordnete die Schließung von Regierungseinrichtungen an, weil sich Demokraten und Republikaner nicht bis zum Ablauf der Frist um Mitternacht (06.00 MESZ) auf einen gemeinsamen Entwurf für einen Übergangsetat einigten.

Damit kommt es zu einem Stillstand in der Verwaltung. In Tokio sorgte ein guter Konjunkturbericht der japanischen Notenbank an der Börse für Auftrieb. Die Stimmung in Japans Industrie war so gut wie seit fast sechs Jahren nicht mehr.

Mit den positiven Konjunkturdaten im Rücken nahm Ministerpräsident Shinzo Abe eine Erhöhung der Mehrwertsteuer im kommenden Jahr in Angriff. Die Abgabe werde wie vorgesehen ab dem 1. April auf acht von bislang fünf Prozent steigen, sagte der Regierungschef am Dienstag.

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Der Internationale Währungsfonds prognostiziert einen enormen Anstieg von Japans Staatsverschuldung. „Es wird zu einer Finanzkrise kommen“, meint Experte Takeshi Fujimaki, ein ehemaliger Mitarbeiter von George Soros.

Die Folgen für die Wirtschaft sollen mit einem Konjunkturpaket abgefedert werden. Anleger begrüßten den ersten Versuch einer japanischen Regierung seit mehr als 15 Jahren, die galoppierende Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. In Tokio legte der Leitindex Nikkei nach der Ankündigung zu und schloss mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent bei 14.484 Punkten.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag rund 0,4 Prozent im Plus. Der Handel in der Region fiel wegen eines Feiertags in China und Hongkong allerdings schwach aus. Auf die Stimmung drückten enttäuschende Konjunkturdaten aus China.

Die Industrie zeige sich zwar insgesamt stabil, doch litten vor allem kleinere Firmen an Überkapazitäten und einer schwachen Nachfrage, sagten Analysten. Die Daten nährten damit die Befürchtung, dass die Erholung der dortigen Wirtschaft ins Stocken gerät.

Von

rtr

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