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20.11.2013

08:19 Uhr

Börse Tokio

Aktien in Japan geben leicht nach

Der Nikkei-Index am japanischen Aktienmarkt hält sich über der Marke von 15.000 Punkten. Zu den Gewinnern zählten Exporteure, zu den Verlierern die Versicherungsbranche.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Reuters

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie asiatischen Aktienmärkte sind am Mittwoch überwiegend dem Trend der Wall Street gefolgt und ins Minus gerutscht. Die Ankündigung des Chefs der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, an der ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, begrenzten die Verluste aber.

In Tokio führten Gewinnmitnahmen vor allem bei den zuletzt gestiegenen Titeln aus der Banken- und Versicherungsbranche zu einem Abwärtstrend, den die Zugewinne bei Aktien exportlastiger Firmen nicht kompensieren konnten.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,33 Prozent schwächer bei 15.076 Punkten. Der breiter gefasste Topix gab 0,28 Prozent nach auf 1233 Zähler. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans lag 0,6 Prozent im Minus.

Gegen den Trend entwickelte sich die Börse von Hongkong. Der Hang-Seng-Index setzte die Rally der Woche fort und tendierte leicht im Plus. Die Hongkonger Börse profitiere von der lockeren US-Geldpolitik und der Hoffnung auf weitere Reformen in China, sagte Hirokazu Yuihama von Daiwa Securities.

Fed-Chef Bernanke sagte am Dienstag, eine Reduzierung der Anleihen-Aufkäufe im Volumen von derzeit 85 Milliarden Dollar pro Monat werde es erst geben, wenn die Fed überzeugt sei, dass die Erholung am Arbeitsmarkt nachhaltig sei.

"Einige Leute hatten gedacht, dass die Fed im Dezember beginnen wird, die Zügel wieder anzuziehen", sagte Ayako Sera, Volkswirt bei der Sumitomo Mitsui Trust Bank. Das sehe nach den jüngsten Äußerungen Bernankes aber nicht so aus.

Der schwache Yen und eine weltweit anziehende Nachfrage haben Japan den stärksten Export-Anstieg seit mehr als drei Jahren beschert. Die Ausfuhren im Oktober stiegen binnen Jahresfrist um 18,6 Prozent, wie das Finanzministerium am Mittwoch mitteilte. Das war der stärkste Zuwachs seit Juli 2010. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Plus von 16,5 Prozent gerechnet. Im September hatten die Exporte um 11,5 Prozent zugelegt.

Die Importe stiegen um 26,1 Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet. Das liegt unter anderem an der Einfuhr fossiler Brennstoffe, die Japan nach der Abschaltung seiner Atomkraftwerke im Zuge der Fukushima-Katastrophe 2011 benötigt.

Von

rtr

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