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26.06.2013

09:11 Uhr

Börse Tokio

Aktien in Japan schwanken stark

Positive Signale der chinesischen Zentralbank und gute Konjunkturdaten aus den USA sorgten am Mittwoch für Aufschwung an den Börsen in Tokio. Im Blickpunkt steht der Telekom-Konzern Softbank.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. ap

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Börsen in Tokio haben am Mittwoch zunächst zugelegt und haben ihre Gewinne dann zum großen Teil wieder abgegeben. Am Vortag hatte Chinas Zentralbank signalisiert, in ihrem Kampf gegen eine zu starke Kreditvergabe die Daumenschrauben nicht zu kräftig anzuziehen. Zudem wollen die Währungshüter Banken mit Barmitteln über Liquiditätsengpässe hinweghelfen und unterstützen einige Geldhäuser bereits.

"Auch wenn sich niemand sicher ist, ob die Krise durch die chinesische Notenbank zu handhaben ist, wird die Ankündigung die Märkte beruhigen, zumindest für jetzt", sagte Analyst Masayuki Doshida von Rakuten Securities. Die Geldmarktzinsen in China gaben zwar weiter nach, blieben aber auf einem erhöhten Niveau. Einige Händler rechneten mit einer angespannten Liquiditätslage bis Mitte Juli. Die Weigerung der chinesischen Zentralbank, den Markt weiter mit Geld zu fluten, hatte Ende vergangener Woche die Zinsen am Geldmarkt auf Rekordwerte getrieben. Die Furcht vor einer Finanzkrise in der zweitgrößten Volkswirtschaft belastete weltweit die Aktienkurse.

Nach dem Ausverkauf der vergangenen Tage haben die Anleger an den meisten Börsen in Fernost am Mittwoch aber wieder Mut gefasst. Die Zusicherung von Chinas Zentralbank, Banken mit einem finanziellen Engpass Geld zur Verfügung zu stellen, dämpfte die Sorgen vor einer Kreditklemme in der Volksrepublik. Außerdem sorgten gute Konjunkturdaten in den USA für gute Stimmung. Die Konsumlaune der US-Verbraucher ist derzeit so gut wie seit Januar 2008 nicht mehr.

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Die Angst vor einer Finanzkrise in China hält an und lastet auf den Börsen in Fernost. Anleger befürchten schwere Folgen für die Konjunktur. Chinas Leitindex hat in fünf Tagen mehr als zehn Prozent eingebüßt.

Der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte legte zunächst knapp 1,6 Prozent auf 13.163 Punkte zu, fiel bis zum Nachmittag aber wieder deutlich zurück und verlor rund ein Prozent auf 12.834 Punkte. Der breiter gefasste Topix erhöhte sich anfangs um fast 1,3 Prozent auf 1091 Zähler.

Der breit gefasste MSCI-Index für die asiatischen Märkte außerhalb Japans legte 1,4 Prozent zu. In Shanghai ging der Ausverkauf chinesischer Bankaktien weiter. Der Index der Börse Shanghai gab erneut mehr als ein Prozent nach, nachdem er am Tag zuvor zeitweise sieben Prozent im Minus gelegen hatte und damit den niedrigsten Stand seit Januar 2009 erreichte. In Hongkong stiegen dagegen die Kurse wieder um 1,2 Prozent.

Bei den Einzelwerten stand Softbank im Mittelpunkt. Nach monatelangem Ringen steht der japanische Telekom-Konzern vor der Übernahme des US-Rivalen Sprint für 21,6 Milliarden Dollar. Nach monatelangem Ringen steht der japanische Telekom-Konzern vor der Übernahme des US-Rivalen Sprint für 21,6 Milliarden Dollar. Die Aktionäre des drittgrößten US-Mobilfunkkonzerns stimmten am Dienstag mit großer Mehrheit für die Offerte von Softbank. Die Aktien stiegen zunächst um 3,5 Prozent, beendeten den Handel aber leicht im Minus.

Die Anteilsscheine des Pharmakonzerns Eisai gewannen 1,4 Prozent. Die Firma stoppt den Verkauf ihres neuen Epilepsie-Mittels Fycompa in Deutschland. Toshiba-Papiere legten um 0,7 Prozent zu. Der Chiphersteller erwägt, die Produktion der NAND-Halbleiter auszubauen. Erst vor einem Jahr war sie um 30 Prozent gekappt worden.

Von

rtr

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