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19.11.2013

09:09 Uhr

Börse Tokio

Aktienmärkte in Asien legen Pause ein

Der japanische Aktienmarkt hat leicht an Boden verloren. Nach den jüngsten Kurszuwächsen haben sich viele Anleger von Papieren getrennt. Unter Druck standen vor allem Finanz-Aktien.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag nach den kräftigen Kursanstiegen der vergangenen Tage eine Pause eingelegt. An vielen Börsen nahmen Investoren Gewinne mit. So gab der japanische Nikkei-Index 0,25 Prozent nach auf 15.126 Punkte, der breiter gefasste Topix verlor 0,39 Prozent.

Händler sagten, besonders Anleger aus dem Inland wollten die jüngsten Kursanstiege zu Geld machen. Gebremst wurden die japanischen Börsen auch durch den Kursanstieg des Yen, der die Exportwerte belastete. So gaben die Aktien von Honda gut ein Prozent nach.

In China gaben die Kurse ebenfalls nach, nachdem der CSI300 am Montag noch mit 3,3 Prozent so stark in die Höhe geschnellt war wie seit zwei Monaten nicht mehr. Die regierende Kommunistische Partei in China will das Land stärker auf Marktwirtschaft trimmen. Die Pläne sehen unter anderem eine Lockerung der Ein-Kind-Politik sowie Anreize für einen stärkeren Konsum vor. Nahezu unverändert tendierte der Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans.

Viele Investoren warteten auch auf weitere Hinweise darauf, wann die US-Notenbank Fed mit den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik beginnt. Zahlreiche Experten rechnen damit, dass es im März soweit sein wird. Ab Anfang kommenden Jahres dürften die Anleger vorsichtig werden, sagte Evan Lucas, Marktstratege bei IG in Melbourne. "Ab Ende Januar wird sich die Stimmung bei Fondsmanagern und Hedgefonds gleichermaßen ändern, und das wird die derzeitigen Kursanstiege bremsen." Sobald das passiere, würden die Schwellenländer unter Druck geraten, die in den vergangenen Jahren von der Geldflut aus den USA profitiert hatten.

China will die Berechnung seiner Wirtschaftsdaten eigenen Angaben zufolge internationalen Standards anpassen. Das gegenwärtige System zur Ermittlung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung stamme aus dem Jahr 1993 und solle den seit 2008 geltenden UN-Vorgaben angepasst werden, sagte der Vize-Chef des Nationalen Statistik-Büros, Xu Xianchun, am Montag der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

So würden dann künftig etwa Kosten für Forschung und Entwicklung als eine Art Anlageinvestition verbucht und damit in die Berechnung des Bruttoinlandsproduktes einbezogen. Das neue System solle, wenn es denn komme, frühestens ab Ende 2014 eingeführt werden, sagte Xu.

Von

rtr

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