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12.09.2013

09:15 Uhr

Börse Tokio

Angst vor US-Geldpolitik belastet Aktien

Die japanischen Aktienkurse sind leicht gefallen. Dazu trugen vor allem Spekulationen über die künftige Politik der amerikanischen Notenbank bei.

Schon jetzt machen sich Anleger in Asien Sorgen über die Fed-Entscheidung am Mittwoch kommender Woche. dpa

Schon jetzt machen sich Anleger in Asien Sorgen über die Fed-Entscheidung am Mittwoch kommender Woche.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag Verluste verzeichnet. Die Aussicht auf eine Straffung der US-Geldpolitik lastete auf den Börsen. In Japan trieb zudem der stärkere Yen die Anleger aus der Exportbranche. Autobauer wie Toyota und Nissan bekamen dies besonders deutlich zu spüren.

Noch steiler stürzte aber der Kurs des Rivalen Mitsubishi ab, der die Investoren zusätzlich mit Berichten über eine geplante Kapitalerhöhung verschreckte. Ähnlich wie Mitsubishi erging es Sharp. Der Fernseher- und Display-Hersteller will Kreisen zufolge bis zu 150 Milliarden Yen über eine Emission einnehmen, um seine Finanzen auf Vordermann zu bringen.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss 0,3 Prozent tiefer bei 14.387 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans büßte 0,2 Prozent ein. An den Rohstoffmärkten wurde Rohöl mit 107,64 Dollar je Barrel etwas höher gehandelt. Der Dollar fiel unter 100 Yen und notierte zuletzt bei 99,31 Yen.

Japanischen Firmen erschwert eine stärkere Landeswährung die Geschäfte im Ausland, so dass vor allem Exportunternehmen unter dem jüngsten Trend litten. So schlossen Toyota-Papiere 1,1 Prozent leichter, Nissan-Aktien gingen 1,2 Prozent billiger aus dem Handel.

Mitsubishi büßte sogar 8,1 Prozent ein. Die Zeitung "Nikkei" hatte zuvor berichtet, das Unternehmen wolle Aktien im Umfang von 200 Milliarden Yen auf den Markt bringen. Auch Sharp bekam die Aussicht auf eine Kapitalerhöhung nicht gut, der Kurs sank um knapp sechs Prozent.

Viele Investoren in Fernost hielten sich auch wegen der US-Notenbank zurück. Es wird erwartet, dass der Fed-Offenmarktausschuss bei seiner nächsten Sitzung das milliardenschwere Anleihen-Kaufprogramm zurückfahren wird. Angesichts der zuletzt verhaltenen Arbeitsmarktdaten könnte die Straffung allerdings weniger stark ausfallen als zunächst prognostiziert.

Im Kampf gegen die teils massive Luftverschmutzung will China den Kohleverbrauch eindämmen. Bis 2017 solle die Kohlenutzung unter 65 Prozent des Primärenergieverbrauchs liegen, kündigte die Regierung am Donnerstag in Peking an. Um dies erreichen zu können, würden von nun an keine neuen Wärmekraftwerke in Schlüssel-Industriegebieten mehr genehmigt.

Dazu gehörten die Provinzen Peking, Tianjin und Hebei im Norden des Landes sowie das Jangtse- und Perlfluss-Delta im Osten beziehungsweise Südosten. Zugleich gab die Regierung bekannt, bis 2017 den Anteil von nicht-fossilen Energieträgern auf 13 Prozent erhöhen zu wollen. Bisher hatte die Volksrepublik bis 2020 einen Anteil von 15 Prozent angepeilt. Bis 2017 soll die Nuklearkapazität auf 50 Gigawatt gesteigert werden.


Von

rtr

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