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19.09.2012

06:55 Uhr

Börse Tokio

Anleger bejubeln Lockerung der Geldpolitik

Die japanische Notenbank hilft der Wirtschaft und öffnet die Geldschleusen weiter. Binnen Minuten schießt der Nikkei-Index um über 100 Punkte hoch und liegt 1,6 Prozent im Plus.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Reuters

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

Die japanische Notenbank hat angesichts der angespannten Wirtschaftslage ihre Geldpolitik weiter gelockert. Wie die Bank of Japan am Mittwoch mitteilte, weitet sie ihr Programm zum Ankauf von Staatsanleihen um 10 Billionen Yen (rund 97 Milliarden Euro) auf 80 Billionen Yen aus. Wie erwartet ließ die Zentralbank zudem den Schlüsselzins unverändert bei nahe null. Sowohl die nachlassende weltweite Nachfrage als auch die zunehmenden Spannungen mit China belasten eine schnelle Erholung der exportabhängigen japanischen Wirtschaft.

Viele Anleger hoffen, dass dies der Wirtschaft neue Impulse geben wird. Innerhalb weniger Minuten schoss der Nikkei-Index um mehr als 100 Punkte hoch auf 9.270 Punkte. Nachmittags lag er 1,6 Prozent im Plus. Zudem hat sich die Fluglinie Japan Airlines wie ein Phönix aus der Asche erhoben und einen erfolgreichen Börsengang hingelegt.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:53 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Im Vormittagshandel kletterte der 225 Werte umfassende Nikkei um 0,5 Prozent auf 9.168 Punkte. Der breiter angelegte Topix stieg anfangs um 0,2 Prozent auf 760 Punkte.

Zu den Gewinnern zählte Japan Airlines: Gleich nach dem heutigen Börsengang der Fluglinie, die zwei Jahre zuvor Pleite gegangen war, stiegen die Aktien um 1,1 Prozent.

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Der Autohersteller Nissan erholte sich von den Verlusten des Vortags, nachdem das Unternehmen angekündigte hatte, die Geschäfte in China wieder aufzunehmen. Zuvor hatten gewaltsame Proteste wegen des Streits um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer dazu geführt, dass japanische Werke geschlossen wurden.

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Kommentare (1)

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Rene

19.09.2012, 07:23 Uhr

Eine fatale Mentalität: Geld ohne Arbeit/Leistung.

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