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19.09.2013

09:25 Uhr

Börse Tokio

Anleger in Asien feiern US-Notenbank

Die Investoren in Tokio zeigten sich zufrieden mit der Entscheidung von Fed-Chef Bernanke, mit der billigen Geldpolitik weiter zu machen. Zu den Gewinnern am Donnerstag zählte Sumitomo Metal.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Reuters

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

Tokio Auch die Aktienmärkte in Fernost haben von der überraschenden Entscheidung der US-Notenbank profitiert, die Konjunkturhilfen für die weltgrößte Volkswirtschaft zunächst nicht zu drosseln. Nachdem die Aussicht auf noch länger weit geöffnete Geldschleusen der Federal Reserve schon am Vorabend die Wall Street auf Rekordstände getrieben hatte, griff die Euphorie am Donnerstag auf die Asien-Börsen über.

Der Tokioter Nikkei-Index legte deutlich zu. An den Aktienmärkten in Schwellenländern wie Indonesien und den Philippinen schossen die Indizes noch stärker in die Höhe. In Japan waren vor allem Rohstofftitel gefragt, denn die Fortführung der Fed-Maßnahmen dürfte die weltweite Nachfragen etwa nach Metallen stützen.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten beendete den regen Handel 1,8 Prozent im Plus bei 14.766 Punkten, so hoch wie seit acht Wochen nicht mehr. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte 2,3 Prozent zu.

Die Börse in Jakarta stieg um 4,4 Prozent, die in Manila um gut drei Prozent. Die Fed-Entscheidung setzte dagegen den Dollar unter Druck: Zum Euro gab die US-Währung auf 1,3524 Dollar nach. Zum Yen sackte der Dollar auf 98,40 Yen ab.

Die US-Notenbank habe sich auf den Weg einer extrem lockeren Geldpolitik begeben, sagte Michelle Girard von RBS. Die Fed hatte überraschend erklärt, auf eine Reduzierung der Konjunkturhilfen vorerst zu verzichten. Zudem schickt die US-Regierung die als Verfechterin einer laxen Politik geltende Fed-Vizechefin Janet Yellen als Kandidatin ins Rennen um die Nachfolge von Notenbank-Chef Ben Bernanke.

"Die Märkte sind begeistert", sagte Frederic Neumann von HSBC. Die sehnsüchtig erwartete Hilfe für die gebeutelten Anleger in den Schwellenländern sei auf dem Weg. In den vergangenen Monaten hatte allein die Erwartung einer Drosselung in den USA zu massiven Kapitalabflüssen aus Schwellenländern geführt.

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