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14.08.2012

08:56 Uhr

Börse Tokio

Anleger in Asien hoffen auf Konjunkturhilfen

Der Nikkei-Index in Tokio schließt ein halbes Prozent im Plus. Die Investoren schauen mit großem Interesse auf die Konjunkturentwicklung in Europa.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dapd

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen hat am Dienstag den Aktienmärkten in Fernost Auftrieb gegeben. Schnäppchenjäger schlugen bei Werten zu, die während der enttäuschenden Berichtssaison besonders stark eingebrochen waren. Viele Investoren hielten sich allerdings noch zurück, weil sie auf Konjunkturdaten aus Europa und den USA warteten, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden sollten. Experten rechneten damit, dass das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal um 0,2 Prozent geschrumpft ist. Im Fokus stehen zudem die US-Einzelhandelsumsätze im Juli.

"Solange die Konjunkturdaten schwanken, bleiben die Erwartungen für Wachstumsanreize bestehen und unterstützen die Märkte", sagte Hirokazu Yuihama von Daiwa Securities. Anleger rechneten damit, dass die Europäische Zentralbank mit dem Kauf von Staatsanleihen beginnt, um die Kreditkosten für Spanien zu drücken. Zudem setzten die Investoren darauf, dass die US-Notenbank Fed in den nächsten Wochen die Geldpolitik weiter lockert.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent fester bei 8929 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,35 Prozent auf 749 Zähler. Der breit gefasste MSCI-Index für Aktien außerhalb Japans lag rund 0,4 Prozent im Plus. Die Aussicht auf Wachstumsimpulse durch Notenbanken gab vor allem den Aktienkursen in Südkorea Auftrieb. Auch in Taiwan, Hongkong, Singapur und Australien überwog der Optimismus. Lediglich in Shanghai bewegten sich die Kurse nur marginal. Der Euro notierte mit 1,2360 Dollar im fernöstlichen Devisenhandel fester.

Der Tag an den Märkten (17:35 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Der Wall Street hatten am Montag unerwartet schwache Konjunktur-Daten aus Japan zugesetzt: Die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft wächst wegen der Euro-Schuldenkrise kaum noch. Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,3 Prozent tiefer. Auch der breiter gefasste S&P 500 gab 0,1 Prozent auf 1404 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq-Index trat auf der Stelle.

Die Woche an den Märkten

Montag

Am frühen Morgen deutscher Zeit wurde in Japan das vorläufige Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal veröffentlicht. Deutsche Wohnen, Solarworld und QSC legen Zahlen vor.

Dienstag

Für Deutschland und die Euro-Zone werden die vorläufigen Zahlen zum BIP im zweiten Quartal bekanntgegeben. Daneben kommen der ZEW-Konjunkturindikator und Daten zur europäischen Industrieproduktion. Am Nachmittag folgen aus den USA die Erzeugerpreise, die Einzelhandelsumsätze und die Lagerbestände. Aareal Bank, Merck, Hochtief, K+S, RWE, Tui, Sky Deutschland, Kabel Deutschland, Norma Group, Nordex, Talanx, Xing und die HRE öffnen die Bücher.

Mittwoch

Von der Konjunkturseite gibt es heute vor allem Impulse aus den USA. Hier stehen der Industrieindex der New Yorker Notenbank ("Empire State Index"), die Verbraucherpreise, der Nettokapitalfluss sowie die Industrieproduktion auf der Agenda. Unternehmensdaten kommen von Air Berlin, DIC Asset, Manz, H&M, Carlsberg, Gagfah und Cicso.

Donnerstag

Genau hinschauen werden Börsianer auf die jüngsten Verbraucherpreise im Euro-Raum. Daneben ist aus den USA der Industrieindex der Notenbank von Philadelphia ("Philly Fed Index") interessant. SAF Holland und Zurich Insurance Group präsentieren ihre Zahlen.

Freitag

Wichtige Daten kommen mit den Erzeugerpreisen für Deutschland, der Handelsbilanz und der Leistungsbilanz für die Euro-Zone. In den USA werden das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und die Frühindikatoren veröffentlicht. Swiss Life verrät, wie die Geschäfte liefen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.08.2012, 03:49 Uhr

..." wegen der Schuldenkrise ".
Falsch: Der starke Yen wird angekauft.

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