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12.09.2012

09:04 Uhr

Börse Tokio

Anleger in Asien hoffen auf Notenbank-Hilfen

Nach positiven Vorgaben aus New York herrscht auch gute Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten. Die Akteure spekulieren auf das Gerichtsurteil zum Euro-Rettungsschirm in Deutschland.

Eine Börsenanzeigentafel in Tokio. Reuters

Eine Börsenanzeigentafel in Tokio.

TokioDie Hoffnung auf grünes Licht für den Euro-Rettungsschirm ESM durch das Bundesverfassungsgericht hat den asiatischen Aktienmärkten am Mittwoch Auftrieb gegeben. Eine günstige Entscheidung des Gerichts wäre ein Signal, dass in Europa Schuldenkrise und Bankenprobleme entschiedener angegangen werden, sagte Chefhändler Peter Warnes von Morningstar. Erleichterung brachten in diesem Zusammenhang auch Interview-Äußerungen von Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy, wonach das Land einen Antrag erwägt, um Hilfe durch das Anleihekauf-Programm der Europäischen Zentralbank zu erhalten.
Zudem setzten die Anleger darauf, dass die US-Notenbank (Fed) nach ihrer zweitägigen Sitzung am Donnerstag weitere Staatsanleihenkäufe zur Stützung der Konjunktur ankündigen wird. Für positive Stimmung sorgte ferner die Ankündigung des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao, das Land sei auf gute Wege, im laufenden Jahr das angestrebte Wirtschaftswachstum zu erreichen.
In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,7 Prozent höher auf fast 8960 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,3 Prozent auf knapp 742 Stellen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 1,2 Prozent im Plus.
Die bevorstehende Vorstellung des neuen iPhones von Apple warf auch an den Börsen in Asien seine Schatten voraus. In Südkorea zogen die Aktien des Apple-Rivalen Samsung um drei Prozent an. "Das iPhone 5 könnte die Erwartungen verfehlen und einen Mangel an Innovationen aufweisen", erläuterte Analyst Kim Hyoung Sik von Taurus Investment & Securities. In Taiwan dagegen setzten die Anleger auf einen Erfolg des neuen Smartphones. Der Kurs von Apples Haupt-Zulieferer Hon Hai Precision legte 2,9 Prozent zu.

Am japanischen Markt gehörten Stahlhersteller zu den Kursgewinnern. JFE Holdings etwa kletterten um 3,9 Prozent. Chinas größter börsennotierter Stahlhersteller Baoshan Iron and Steel hatte für Oktober stabile Preise angekündigt nach drei Monaten mit Senkungen. Dagegen fielen Aktien von Oki Electric um elf Prozent. Die Telekommunikationsfirma kündigte am Dienstag an, dass der Verlust wegen unrechtmäßiger Bilanzierung bei der spanischen Tochter höher ausfiele als zunächst angenommen.
An den Devisenmärkten in Fernost stieg der Euro auf ein Viermonats-Hoch von 1,2883 Dollar.

Von

rtr

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