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06.09.2012

10:32 Uhr

Börse Tokio

Anleger in Asien warten auf EZB-Sitzung

Kurz vor der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank hat sich die Tokioter Börse am Donnerstag kaum verändert. Anleger hoffen, dass die EZB eine Strategie zur Bekämpfung der Schuldenkrise in Europa präsentiert.

Die Börse in Tokio. Reuters

Die Börse in Tokio.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben vor der wichtigen EZB-Sitzung am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. In Tokio entging der Nikkei-Index nur hauchdünn einem weiteren Verlusttag und schloss praktisch unverändert, während andere Börsen in Asien deutlicher ins Plus oder Minus ausschlugen. Insgesamt hielten sich die meisten Anleger offenbar wegen der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück. Die EZB-Vertreter wollen bei ihrem Treffen über ein umstrittenes Anleihenkaufprogramm beraten, mit dem die Zinsen für angeschlagene Eurostaaten gesenkt werden sollen. Hoffnungen darauf hegen Marktteilnehmer schon seit geraumer Zeit, so dass der Schritt Händlern zufolge wahrscheinlich längst einkalkuliert ist.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio praktisch unverändert bei 8680 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,1 Prozent auf 719 Punkte. Die Börsen in Südkorea und Shanghai legten deutlicher zu, während die Aktienmärkte in Hongkong, Singapur und Taiwan Federn lassen mussten. Der Euro hielt sich mit 1,2615 Dollar in der Nähe seines unlängst erreichten Zwei-Monats-Hochs.

Besonders energisch trennten sich die Tokioter Anleger von Aktien des Elektronikherstellers Sharp. Die Ratingagentur Moody's hatte kurzlaufende Anleihen des Unternehmens auf "Ramsch" herabgestuft. Damit wird es für Sharp schwerer, Kredite aufzunehmen. Die Aktie fiel um 4,3 Prozent.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:45 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Gestützt wurde der Markt dagegen vom Kamerahersteller Canon, dessen Titel 0,5 Prozent zulegten. Nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei" weitet Canon sein Geschäft mit Untersuchungsgeräten für die Augenheilkunde aus. Gefragt war auch das Unternehmen Softbank. Die Anleger griffen zu, nachdem der Konzernchef sie am Vortag mit einer Präsentation bei einer Wirtschaftsveranstaltung beeindruckt hatte. Softbank-Aktien stiegen um 2,4 Prozent.

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rtr

Kommentare (1)

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DeutscherMichel

06.09.2012, 08:44 Uhr

1. im Moment leben wir wie die Marder im Speck und auf Kosten der schwächeren EU-Länder die sich gegen unsere Exportlawine wegen der EU-Verträge (Freihandelszone) nicht wehren können und nicht wehren dürfen. Somit können wir unsere Arbeitslosigkeit über unseren Leistungsbilanzüberschuss exportieren (15 Milliarden im Schnitt PRO MONAT und das seit 17 Jahren)
2. Die paar Milliarden die wir netto an Brüssel zahlen müssen sind Peanuts im Verhältnis zum Leistungsbilanzüberschuss den wir durch unseren Mitgliedsbeitrag an Brüssel (EU) realisieren dürfen und können.
3. Den meisten Deutsche geht es bestens, egal wie es den anderen EU-Ländern geht, auch wenn in Spanien und Portugal die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 50% liegt, wen juckt denn das? Den Herr Weidmann bestimmt nicht und mich schon gar nicht!
4. 1. Wenn es Deutschland nicht mehr gefällt, kann und darf es jederzeit aus der EU/Währungsunion austreten.

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