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29.05.2015

08:32 Uhr

Börse Tokio

Anleger in Japan halten sich zurück

Der japanische Aktienmarkt hat erneut Gewinne verzeichnet und schloss somit den Handel den elften Tag in Folge mit Gewinnen. Doch die Kursausschläge halten sich in Grenzen, die Anleger sind vorsichtig optimistisch.

Die Werte drehen nur leicht ins Plus. AFP

Börsenkurse in Tokio

Die Werte drehen nur leicht ins Plus.

TokioDer japanische Aktienmarkt hat am Freitag erneut Gewinne verzeichnet und beendete den Handel den elften Tag in Folge mit Gewinnen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stieg am Freitag leicht um 11,69 Punkte oder 0,06 Prozent auf 20.563,15 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index lag 0,2 Prozent höher bei 1675 Zählern. Händlern zufolge griffen vor allem ausländische Anleger bei japanischen Aktien zu. Grund für die Rally in Tokio sind Spekulationen auf steigende Gewinne aus Unternehmensbeteiligungen und ein genereller Optimismus über den Zustand der japanischen Wirtschaft. Der Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte knapp 0,4 Prozent höher, nachdem es an den chinesischen Börsen zumindest etwas besser lief als am Vortag.

Was treibt die Börsen auf Rekordhoch?

Geldschwemme

Die wichtigste Triebfeder des Börsenbooms ist die Geldflut der Notenbanken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre ohnehin lockere Geldpolitik sogar nochmals dramatisch ausgeweitet: Seit 9. März kaufen die Währungshüter monatlich Vermögenswerte in Höhe von 60 Milliarden Euro. Ein Großteil des vielen Geldes fließt in Aktien.

Anlagenotstand

Weil die EZB gleichzeitig den Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt hat, herrscht Anlagenotstand: Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld und Anleihen bringen kaum noch Renditen. Das treibt Anleger in riskantere Investitionen wie Aktien, aber auch in Immobilien.

Euroschwäche

Der Euro ist durch die Geldpolitik auf Talfahrt. Das hilft der Exportwirtschaft, weil deutsche Waren dadurch im Ausland günstiger werden. Aktien internationaler Unternehmen profitieren.

Unternehmensgewinne

Deutschlands Börsenschwergewichte haben schon 2014 glänzend verdient - trotz internationaler Krisen. Nach einer Auswertung der Unternehmensberatung EY stieg der operative Gewinn der ersten 15 Dax-Konzerne, die Zahlen für 2014 vorlegten, um fast ein Viertel.

Der Euro wurde in Fernost kaum verändert mit 1,0954 Dollar nach 1,0946 Dollar im New York gehandelt. Investoren gaben sich vorsichtig optimistisch, dass im Schuldenstreit zwischen Griechenland und dessen Gläubigern letztendlich doch eine Lösung gefunden werde. Zum Yen notierte die US-Währung bei 123,72 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9426 Franken je Dollar und 1,0325 Franken je Euro gehandelt.

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