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04.12.2012

08:12 Uhr

Börse Tokio

Anleger in Japan nehmen Gewinne mit

Die jüngsten US-Konjunkturdaten haben die Anleger in Japan enttäuscht. Der Nikkei-Index fällt leicht. Vor allem Exportwerte geben nach. Der australische Dollar legt trotz einer Zinssenkung zu.

Eine Anzeigetafel in Tokio. Reuters

Eine Anzeigetafel in Tokio.

TokioÜberraschend schwache Konjunkturdaten aus den USA haben am Dienstag die Tokioter Börse belastet. Der Nikkei ging mit einem Minus von 0,3 Prozent aus dem Handel, auch weil Anleger Gewinne aus den vergangenen Tagen mitnahmen.

Eine Umfrage hatte ergeben, dass die US-Industrie im November schrumpfte und so schwach wie seit drei Jahren nicht mehr war. Japanische Exportunternehmen sind vom Konsum in den USA abhängig. Auch der Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern sorgt weiter für Unruhe.

Hiroichi Nishi von SMBC Securities sagte, die Investoren warteten nach den Gewinnen der vergangenen Wochen zunächst ab. Der Handel habe sich in dem Moment verlangsamt, als der Nikkei die Marke von 9500 Punkten berührt habe.

Anleger hatten in den vergangenen zweieinhalb Wochen darauf gesetzt, dass nach der Parlamentswahl am 16. Dezember der Druck auf die japanische Notenbank größer wird, bei der Geldpolitik aggressiver vorzugehen. Ein schwächerer Yen wirkt sich auf Exporteure günstig aus, weil ihre im Ausland erzielten Gewinne in der Bilanz mehr wert sind.

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Der Nikkei-Index mit den 225 Standardwerten ging mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 9432 Punkte aus dem Handel. Der breiter aufgestellte Topix zeigte sich bei einem Stand von 781 Zählern fast unverändert. Auch an anderen Börsen in Asien gab es keine klare Richtung. Die Ausschläge bei den Indizes hielten sich in Grenzen.

Der Euro hielt sich stabil mit 1,3055 Dollar. Das war im Vergleich zum Schlusskurs am Montag in New York ein minimaler Zuwachs.

In Tokio gerieten Exporttitel unter Druck: So gaben Papiere des Kameraherstellers Nikon um 3,1 Prozent nach. Bei Nissan betrug der Verlust 3,7 Prozent. Einen Gewinn von 1,2 Prozent gab es dagegen beim angeschlagenen Elektronikhersteller Sharp. Das Unternehmen will offenbar zusammen mit dem US-Chiphersteller Qualcomm Displays entwickeln.

Trotz einer Zinssenkung der australischen Notenbank hat die Währung des Landes am Dienstag zugelegt. Der australische Dollar kostete 1,0446 US-Dollar, nach 1,0419 US-Dollar kurz vor Bekanntgabe der Entscheidung. Der Leitindex der Aktienbörse in Sydney verlor 0,6 Prozent auf 4503,57 Punkte.

Die Zinssenkung um 25 Basispunkte auf drei Prozent sei erwartet worden, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Allerdings habe die Notenbank in ihrem begleitenden Statement keine Hinweise auf weitere Zinssenkungen geliefert. Das habe einige Anleger enttäuscht.

Viele Börsianer waren sich allerdings sicher, dass die Reserve Bank of Australia die Geldpolitik weiter lockern wird. "Sie wird die Zinsen voraussichtlich im Februar und April um jeweils 25 Basispunkte senken", sagte Shane Oliver, Chef-Ökonom bei AMP Capital Investors.


Von

rtr

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